Im Schatten der Birken und des angehängten Zeltdaches genossen wieder viele Freunde der Blasmusik einen hochsommerlichen Sonntag zur Mittagszeit. Waltraud Auer freute sich über die vielen Besucher sehr, die auch in diesem Jahr wieder zum Frühschoppen an das Vereinsheim des Mühlinger Wandervereins gekommen waren. Erst im vergangenen Jahr ist der nahegelegene Spielplatz durch einige Spielgeräte durch die Gemeinde ergänzt worden. Dies erfreute besonders die kleinsten Besucher und deren Eltern.

Sigi Kemtper springt an der Trompete ein

Wer sich in Mühlingen nicht im Urlaub befindet, für den ist der Besuch auf dem Fest des Wandervereins eigentlich Ehrensache. Hier trifft man viele Bekannte aus den Umlandgemeinden, die sich zum Mittagstisch einfinden und am Nachmittag zur Kaffeezeit die Auswahl an Kuchen und Torten fleißiger Bäckerinnen genießen. Auch die Musiker des heimischen Musikvereins haben in diesem Jahr erfahren, was es bedeutet, wenn die Urlaubsplanungen gehäuft dasselbe Wochenende betreffen. So gab es für aufmerksame Betrachter und Kenner des Musikvereins Mühlingen gleich mehrere unbekannte Gesichter bei den Auftretenden. Sigi Kempter aus dem benachbarten Raithaslach war einer von ihnen, er musiziert sehr gerne, und wenn die Nachbarn im wahrsten Sinne des Wortes "Not am Mann" haben, dann füllt er routiniert die Lücke bei der ersten Trompete. Auch der Dirigent war im Urlaub. So ergab es sich, dass die musikalische Leitung der Kapelle ebenso unkompliziert mit einer Aushilfe besetzt werden musste.

Mühlinger MV hat einen neuen Dirigenten

Noch vor wenigen Wochen suchten die Mühlinger einen Nachfolger für ihren Dirigenten Tobias Häusler, der sich wieder in die Reihen der Musiker zurückziehen möchte und in weiteren Kapellen als Rückhalt an diversen Instrumenten gilt. Der Nachfolger ist gefunden und wird offiziell im Winterhalbjahr den Musikverein als musikalischer Leiter übernehmen. Am Sonntag konnte man ihn incognito erleben.

Andreas Heine ist der Leder-Experte

Etwas Besonderes erleben konnten die Besucher am Stand von Andreas Heine aus Hecheln. Er hatte Felle und gegerbte Leder mitgebracht, die man vor Ort auch kaufen konnte. Die Männer waren begeistert von den stabilen Ledergürteln und häufig schnitt er einen entsprechenden Lederstreifen direkt vom Stück, heftete die Schließe an dessen Ende und sorgte mit seiner Zange für die notwendigen Löcher im Leder. Hundehalsbänder mit eingearbeitetem Namen und Handynummer und vieles mehr wurden vor Ort gefertigt.