Es gibt einen neuen Anlauf für eine Anlage zum Recycling von Bauschutt auf dem Gebiet der Gemeinde Mühlingen. Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einer Änderung des Bebauungsplan Kieswerk Schwackenreute, Sondergebiet „Anlage für Ver- und Entsorgung“.

Das Gelände war einmal für eine Biohybridanlage vorgesehen. Dieses ursprünglich vorgesehen Projekt werde nicht weiter verfolgt und soll auch nicht mehr gebaut werden, so Mühlingens Bürgermeister Manfred Jüppner vorab.

Alternativstandort zum Berenberg

Nachdem das Unternehmen Lämmle Recycling mit seinen Plänen auf Flächen, die ihm bei der alten Ziegelei am Berenberg gehören, auf starken Widerstand gestoßen war, wäre dies nun ein Alternativstandort, um ein ähnliches Projekt zu realisieren.

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„Wie und in welcher genauen Form“, so Dirk Langenbach vom gleichnamigen Planungsbüro, welcher dem Rat in Vertretung der Investoren Rede und Antwort stand, würde dann erst das weitere Verfahren zeigen. Es handle sich bereits um ein Sondergebiet, in welchem der Betrieb einer Anlage zur Ver- und Entsorgung umsetzbar wäre.

Bedenken wegen Lärm und Staub

Der Rat diskutierte lange. Einige Räte äußerten Bedenken über mögliche Folgen wie Lärm oder Staubentwicklung. Diese könnten die Pläne der 350 Meter entfernten Firma Barramundi beeinträchtigen. Diese beabsichtigt, dort einen Campingplatz sowie ein Pflegeheim entstehen zu lassen.

Da sich die Zufahrt zu diesem Plangebiet verändern würde und das Gelände nur noch rückseitig über die bisherige Verbindungsstraße zum Kieswerk und an die Schwackenreuter Seenplatte möglich sein wird, sahen die Räte ein mögliches Problem.

„Investor sieht kein Problem“

Armin Franke, der für die Firma Barramundi in den Reihen der Zuschauer saß, sagte zur Frage von Gemeinderat Stefan Schilling, der sich unsicher war, ob denn die beiden Investoren über die jeweiligen Planungen informiert seien: „Der Investor sieht im Moment kein Problem wegen der geplanten Recyclinganlage.“ Der Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes wurde mit drei Gegenstimmen gefasst.