Karl Traber steht morgens kurz nach fünf Uhr auf und beginnt seinen 80. Geburtstag ruhig. Später dann wird das Telefon wohl kaum still stehen, denn Traber ist noch immer vielfach ehrenamtlich engagiert.

Seine Senioren, für welche er Vorträge und Treffen organisiert, werden an ihn denken. Ebenso wie viele Menschen aus der Gemeinde und den Vereinen, in denen er über viele Jahre tätig war. Karl Traber hat ihnen stets seine Hilfsbereitschaft und Unterstützung gegeben.

Waldarbeiter aus Leidenschaft

Karl Traber wurde am 18. Januar 1940 in Hecheln geboren. Noch heute wohnt er in seinem Elternhaus. Bei seiner Geburt soll ein eisiger und kalter Winter geherrscht haben. Sehr früh stellte ihn das Leben durch den Verlust der Mutter auf eine harte Probe. Gemeinsam mit seinem Vater Ernst meisterte er die Schulzeit und seine Ausbildung, bevor dann am 1. April 1957 mit dem Setzen von Pflanzen im Wald seine Liebe zum Wald und zur Waldarbeit begann.

Im Jahr 1967 heiratete Karl Traber. Seine vier Töchter Franziska, Veronika, Carola und Barbara mit ihren Familien und seine neun Enkel leben alle in der Gemeinde Mühlingen. Er hat überall seine Spuren im Vereinsleben hinterlassen: Ganz gleich ob beim Erntedankfest der Dorfgemeinschaft Hecheln, dem er über viele Jahre vorgestanden ist, oder im Narrenverein der Sunnelöscher-Zunft Mühlingen, in welcher er als Narrenpolizist in seiner bekannt humorvollen Art die Dinge in die richtige Bahn lenken musste.

Er lebt stets vorwärts gewandt

Noch heute schlägt der 80-Jährige den Narrenbaum am Schmotzigen Donnerstag mit ein oder steht im Sommer mit der Wurzelbürste und in Gummistiefeln im Wendelinus-Brunnen, um diesen zu putzen.

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Hunderte von Weihnachtsbäumen hat er aus dem Gemeindewald bereits in die Kirchen, das Rathaus oder zu den Kriegerdenkmälern gebracht. Die Liste könnte noch lange fortgeführt werden. Er zeigt den Menschen mit seinen Witzen oder einfach durch seine stets vorwärts gewandte Lebensweise auch in schwierigen Situationen die Sonnenstrahlen des Lebens.