Die Bushaltestellen der Gemeinde sollen ab 2020 barrierefrei ausgestattet sein. Daher hat der Mühlinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Überprüfung der Haltestellen in der Gemeinde in Auftrag gegeben. Zum 1. Januar 2020 wird der überregionale Busverkehr im Landkreis Konstanz neu organisiert. Der Kreistag hat den Auftrag inzwischen vergeben. Die Südbaden-Bus GmbH, die derzeit den größten Anteil der überregionalen Busverkehre abwickelt, wird dann durch neue Unternehmen abgelöst.

Bestandteil der Ausschreibung seien absenkbare Busse gewesen, sagte Bürgermeister Manfred Jüppner auf Nachfrage von Gemeinderat Robert Delhey. Damit auch Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder schlecht zu Fuß sind, gut einsteigen können, muss aber auch die Ausstattung am Straßenrand stimmen.

Gemeinderat Stefan Schilling fragte in der Sitzung, ob für die Bestandsaufnahme wirklich, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, ein Ingenieurbüro notwendig sei oder ob die Verwaltung die Haltestellen nicht selbst überprüfen könne. Jüppner argumentierte, dass ein durch ein externes Büro erstellter Plan notwendig sei, für den Fall, dass man einen Umbauauftrag vergeben müsse. Wie groß der Bedarf an Umbauten sei, könne man erst nach der Untersuchung feststellen, sagte Jüppner auf Nachfrage von Schilling. Manche Haltestellen würden aber auch unter den neuen Bedingungen passen, so Jüppner.

Der Gemeinderat stimmte am Ende dem Vorschlag der Verwaltung zu, das Ingenieurbüro Civil Around aus Eigeltingen per Kleinauftrag mit der Untersuchung der Bushaltestellen zu beauftragen. Die bewährten Partner der Gemeindeverwaltung seien alle überlastet, sagte Jüppner, weshalb er vorschlug, dem neuen Büro den Auftrag zu geben.