Immer mehr Unterstützer gesellen sich zu den Trägern und Förderern der Weiherbachschule in der Gemeinde Mühlingen. Dies zeigte nicht nur der Bericht von Schriftführerin Petra Kible, sondern auch der Jahresbericht von Kassiererin Helga Futterknecht vom Trägerverein der Schule.

Eine Schule zu gründen, wie im Falle der Mühlinger Gemeinschaftsschule, erfordere ebenso wie ihren Fortbestand zu sichern viel ehrenamtliches Engagement und stetigen Einsatz, auch in den Jahren danach. Dies ist den Mitgliedern des Trägervereines bewusst.

Minus von 145 000 Euro wird ausgeglichen

„Nicht immer ist es einfach, Gelder für die Sicherung der Liquidität von Stiftungen zu erhalten“, so die Kassiererin. Eigentlich hatte der Verein zum Ende des dritten Betriebsjahres eine finanzielle Lücke von 145 000 Euro zu beklagen. Durch die von zahlreichen Privatpersonen aus der Gemeinde Mühlingen sowie dem Umland gezeichneten zinslosen Bürgerdarlehen in Höhe von insgesamt 49 000 Euro und einer zugesicherten Übernahme der Zwischenfinanzierung durch die Tuttlinger Firma Türk und Hillinger GmbH in Höhe von 100 000 Euro konnte diese Lücke jedoch geschlossen werden.

Das Signal: Personen und Firmen aus der Region stehen hinter dem Projekt und tragen es mit bis zur staatlichen Anerkennung, die in wenigen Wochen schriftlich eingehen soll.

Das Privatschulgesetz des Landes Baden-Württemberg sieht die Förderung neu gegründeter Schulen zwar im vierten Betriebsjahr vor, so Kible, die Sachkostenzuschüsse, die dann entsprechend der Schülerzahlen berechnet werden, würden allerdings erst im laufenden vierten Betriebsjahr bezahlt. Bis dahin müsse man Löhne und vieles mehr bezahlen, hierzu seien die Mittel der Förderer dringend erforderlich.

Einzelarbeitsplätze erfordern Umstruktierung

Im kommenden Schuljahr gibt es erneut Veränderungen im Gebäude in der Bahnhofsstraße. Jeder erdenkliche Winkel werde aktuell umgestaltet und genutzt, so Ramona Schatz, stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins. Früher sei überwiegend frontal unterrichtet worden, so arbeite die Gemeinschaftsschule nicht mehr. Der Platzbedarf sei um ein Vielfaches höher. Es gebe zusätzlich Einzelarbeitsplätze für die Schüler, an denen sie sich selbst um die Aneignung des Wissens alleine oder in Gruppen bemühten.

Nadine Maurer neu im Verein

Im Gegensatz zu den Veränderungen im Schulhaus, gab es in den Reihen des Trägervereines wenig Neuerungen, sondern eher einen Mitgliederzuwachs. Die Vorsitzende Iosefine Traber stellte mit Nadine Maurer aus Stockach ein neues Mitglied zur Aufnahme vor. Einstimmig wurde Maurer dann auch nur wenige Minuten nach ihrer Aufnahme in den Verein in das Amt der Beisitzerin aufgenommen. „Nadine Maurer ist eine engagierte Mutter und unterstützt auch unseren Förderverein sehr, ich freue mich über ihr Engagement“, lobte Traber.

Ergebnisse erster Vergleichsarbeiten

Auch in den Reihen der Förderer aus der Firmenwelt wird sich sicherlich bald die eine oder andere neue Verbindung ergeben, sind sich die Mitglieder des Vereins sicher. Im kommenden Juni 2020 gibt es für die ersten Schüler die Möglichkeit einen Hauptschulabschluss zu erlangen. Noch viel größer scheint jedoch der erste Jahrgang mit mittlerer Reife dann im darauffolgenden Jahr zu werden, das zeigt zumindest die Tendenz aus den ersten Vergleichsarbeiten.