Kämmerer Klaus Beck stellte in der Sitzung die Gebührenkalkulation in Anlehnung an die Empfehlung der Kirchen und kommunalen Landesverbände vor. „Selbst mit einer moderaten Erhöhung von drei Prozent, liegen wir unter den Vorschlägen der großen Träger“, so Beck. Hinzu komme, dass die Gemeinde auch jeweils zu den geringen Entgelten längere Betreuungszeiten biete, als es die Beispiele vorgäben.

Es solle eine rund 20 prozentige Gebührendeckung durch die Elternbeiträge angestrebt werden. Diese lagen im Ortsteil Zoznegg im Jahr 2018 bei 14 Prozent, im Kindergarten im Ortsteil Mühlingen bei 17 Prozent. Nach einer kurzen Diskussion entschieden die Räte die Anhebung um drei Prozent.

Würrtembergisches Modell

Die Gemeinde Mühlingen arbeitet im Bereich der Kindergarten und Krippengebühren mit dem würrtembergischen Modell, das eine Staffelung der Beiträge vorsieht. Je mehr Kinder unter 18 Jahren also in einer Familie leben, desto günstiger werden als die Betreuungsplätze.

Der Hauptteil der Kindergartenkinder hat jedoch eher weniger Geschwister. Dies zeigte die Verteilung im Belegungsschlüssel. Hier sind es 44 Familien mit zwei Kindern, die die größte Anzahl stellen. Ein Kindergartenplatz in Mühlingen kostet nach dem Beschluss nun bei fünf Tagen mit 30 Betreuungsstunden bei einem Kind nun 345 statt 335 Euro, bei zwei Kindern 256 statt 249 Euro, bei drei Kindern 174 Euro und für Kinder mit drei Geschwistern 69 statt bisher 67 Euro.