Die Zeit der Straßenschäden auf der Bundesstraße 313 zwischen Mühlweiler und Schwackenreute nähert sich ihrem Ende. Am kommenden Mittwoch, 4. Oktober, rücken die Bagger und Baufahrzeuge an. Bis etwa zum 20. Oktober soll dann der rund 1,7 Kilometer lange Abschnitt eine komplett neue Fahrbahndecke bekommen.

Die Arbeiten finden laut einer Mitteilung des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg im Anschluss an die Errichtung einer Bohrpfahlwand neben der B 313 bei Schwackenreute statt. Eine Baufirma ist dort seit Anfang August vor Ort. Die Pfahlwand dort ist eine Maßnahme gegen die Absenkung der Straße im dortigen Bereich. Zwischen Mühlweiler und Schwackenreute gebe es auf der Fahrbahn Aufbrüche, Netzrisse, Ausmagerungen und Ausbesserungen aus der Vergangenheit. "Die Sanierung der B 313 ist aufgrund des schlechten Fahrbahnzustands im Bereich des gesamten Streckenabschnitts dringend notwendig", fasst das RP zusammen.

Die Straßensanierung zwischen Mühlweiler und Schwackenreute findet mit einer Vollsperrung des betroffenen Abschnitts statt. Damit gibt es zwischen 4. und 20. Oktober sowohl für die Mühlinger keine direkt Verbindung zwischen den Ortsteilen, als auch keine direkte Route zwischen Stockach-Hindelwangen und Meßkirch oder umgekehrt. "Während dieser Zeit wird eine großräumige Verkehrssicherung ausgeschildert", schreibt Matthias Henrich von der Pressestelle des Regierungspräsidiums in der Ankündigung der Arbeiten. Die offizielle Umleitungsstrecke sieht vor, "den Verkehr der B 313 von Meßkirch aus kommend bei Meßkirch-Heudorf über die B 311 in Richtung Neuhausen ob Eck zu führen".

Südlich von Neuhausen ob Eck werde der Verkehr von der B 311 auf die Landesstraße 440 geleitet, von der er schließlich über die B 14 in Richtung Stockach wieder auf die B 313 geführt werde (siehe Grafik). "Analog gilt diese Verkehrsführung für den aus der Gegenrichtung kommenden Verkehr", so Henrich. Die Neubauleitung Singen des Regierungspräsidiums bittet die Verkehrsteilnehmer und Anlieger für die Belastungen und Behinderungen um Verständnis.

"Ich sehe es positiv, dass jetzt etwas gemacht wird", sagt der Mühlinger Bürgermeister Manfred Jüppner. Er habe bereits gehört, dass weiträumig umgeleitet werde und vermutet, dass Ortskundige sicherlich kürzere Wege fahren werden.

Bohrpfahlwand

Momentan laufen an der B 313 auf Höhe der Abzweigung nach Mühlingen-Schwackenreute Bauarbeiten für eine 70 Meter lange Bohrpfahlwand. Dort senkte und setzte sich in den vergangenen Jahren zunehmend die Fahrbahn ab. Die neue Bohrpfahlwand soll künftig den Untergrund stabilisieren und dies verhindern. Für die Arbeiten, die Ende September abgeschlossen sein sollen, ist das Regierungspräsidium Freiburg zuständig, da es sich um eine Bundesstraße handelt. (löf)