Die Gebührenordnung der Gemeinde Mühlingen für Bestattungen sowie die Friedhofssatzung waren zentrale Themen der jüngsten Ratssitzung. Die Gemeinde werde von der Fachaufsicht stets auf eine Kostendeckung von 70 Prozent hingewiesen, so Kämmerer Klaus Beck, welcher die bisherige Friedhofssatzung und den aktualisierten Vorschlag vergleichend darlegte. Auch die neue Gebührenkalkulation stellte er vor.

In den vergangenen fünf Jahren habe sich der Trend zu einem veränderten Bestattungsverhalten gezeigt. So wurde auch die Nutzung der Leichenhalle bei einer durchschnittlichen Zahl von 19,6 Sterbefällen innerhalb der letzten fünf Jahre in der Gesamtgemeinde im Schnitt nur in 6,6 Fällen in Anspruch genommen. Die Gebühr der Leichenhalle hob der Rat von 170 auf 220 Euro an. Bürgermeister Manfred Jüppner stellte klar: "Wir unterhalten in unserer Gemeinde insgesamt vier Friedhöfe, dies schlägt sich selbstverständlich auch in der Kostenberechnung nieder." In den vergangenen fünf Jahren wurde im Schnitt ein Kostendeckungsgrad von 45 Prozent erzielt.

Auch die von den Bestattern gegenüber der Gemeinde geltend gemachten Gebühren für diverse Arbeiten, wie das Ausheben eines Grabes, aber auch die Bestattungen selbst, beispielsweise am Samstag, seien gestiegen. Die Grabnutzungsgebühren wurden in diesem Zug erhöht. Ganz egal, ob als Reihen-, Urnenreihen- oder Familiengrab in den diversen Varianten als Doppelgrab, mit einfacher oder auch doppelter Tieferlegung, hier stiegen die Kosten deutlich an. Kostete ein Urnenreihengrab bisher 360 Euro, so kostet dies ab sofort 550 Euro. Die Beisetzung der Asche in den Urnenwänden in Zoznegg oder Mainwangen kostete früher 790 und nun 1200 Euro. Nur in Mühlingen kostet dies nun 1500 Euro.

Der Rat folgte dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte den Änderungen der Gebührensatzung zu.