Laut der Sitzungsvorlage der Verwaltung wurde das Fahrzeug im Jahr 2004 angeschafft und ist inzwischen durch ein neues ersetzt worden, weil es zu reparaturanfällig war.

Auf dem freien Markt in Deutschland könne man nur wenig dafür erlösen, sagte Bürgermeister Manfred Jüppner in der Sitzung. Deswegen lautete der Vorschlag der Verwaltung, das Fahrzeug als Hilfe nach Nevitzkoe oder Kamyanytsya in der West-Ukraine, kurz hinter der Grenze zur Slowakei gelegen, zu geben. Dort soll es "öffentliche Verwendung als Transportbus" finden, wie aus der Vorlage hervorgeht.

Die Entscheidung war allerdings nicht unumstritten. So sagte Markus Traber, dass auch die Jungen vom Bauwagen an dem Fahrzeug interessiert seien. Jüppner argumentierte, durch die Fahrzeugspende könne man den Gemeinden in der Ukraine mit eigenen Werten wirklich etwas Gutes tun. Mühlingen unterhält enge Beziehungen mit Nevithkoe und Kamyanytsya. Am Ende stimmten nur sechs Räte, darunter Bürgermeister Manfred Jüppner, für den Vorschlag der Verwaltung, was bei vier Enthaltungen trotzdem für eine Mehrheit reichte.