Der Bürgersaal und das Mühlinger Rathaus waren am Donnerstag ein kleines Gemeindeimpfzentrum. Mittlerweile ist der Arbeitsalltag im Rathaus wieder eingekehrt und Bürgermeister Thorsten Scigliano blickt im Gespräch mit dem SÜDKURIER auf alle bisherigen Impfaktionen und Angebote zurück.

Er selbst habe, als man noch mit Mobilgerät und Rechner einen Impftermin ergattern musste, den Test gemacht. „Das System war für ältere Leute eine Katastrophe“. Kurze Zeit später nahm die Impfkampagne überall an Fahrt auf.

Bürgermeister sorgt für Testen und Impfen

Überall sorgte Scigliano für Test- und Impfmöglichkeiten, und die Hausarztpraxis im Dorf unterstützte ihn, wo möglich, erläutert Scigliano dankbar. „Mit unserer Praxis im Dorf konnten wir unkompliziert auch erreichen, dass wir die so wichtige kritische Infrastruktur auch in Notsituationen aufrechterhalten. So wurde bereits zweimal eine eigene Impfaktion für unsere Feuerwehrleute organisiert“.

Mühlingen und Hohenfels gemeinsam

Er ist froh, dass mit der Nachbarkommune Hohenfels ein Pop-up-Impfzentrum organisiert werden konnte. „So konnten wir nochmals je Gemeinde 105 Personen einen unkomplizierten Erstimpftermin anbieten.“ Diese Termine waren vornehmlich für ältere Personen ab 70 Jahren und für Menschen, die aus anderen Gründen gefährdet sind.

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Die beiden Termine am 13. Mai und 24. Juni vergangenen Jahres verliefen reibungslos. Noch immer gebe es seiner Meinung nach zu viele Ungeimpfte, und deshalb setzte er sich auch auf dem Hintergrund der Omikronwelle dafür ein, eine Impfmöglichkeit in großem Stil zu bekommen.

Zuerst wurde jedoch im Herbst die geschaffene Infrastruktur aufgegeben und musste teilweise neu aufgebaut werden. „Da waren es wieder unsere Hausärzte in Mühlingen und Hohenfels mit ihren Impfaktionen, die den Wettlauf gegen die Welle antraten“, erläutert Scigliano. Gut angekommen seien auch die Impfung für kranke Menschen zu Hause Ende Dezember und die jetzt veranstaltete Aktion am Donnerstag.