110 Narrenpolizisten und Narreneltern aus sechs Landschaften der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee waren nach Zoznegg gekommen. Nach dem Umzug durch das Schneckenbürglerdorf Zoznegg fanden sich die Teilnehmer unter lautem Schellengeläut zur großen Party in die Zoznegger Weiherbachhalle ein.

Philip Uhl ist Narrenpolizist mit Leib und Seele, und dies seit nun bereits elf Jahren. Sein erster Auftritt, so erklärte er den Gästen in der Weiherbachhalle, sei bei eben solch einem Narrenpolizistentreffen in Friedingen gewesen. Der dort ortsansässige Narrenpolizist habe damals sein 22-jähriges Amtsjubiläum gefeiert. Seit diesem Abend sei ihm klar geworden, dass Narrenpolizisten und Narreneltern „ein ganz besonderer Haufen“ seien.

In Zoznegg selbst gibt es den Narrenpolizisten seit 88 Jahren. Folgende Personen hatten dieses Amt bereits vor Uhl bekleidet. Dies waren Karl Kempter, Johann Kempter III, Artur Aicheler, Wenzel Neugebauer, Hans Schwaner, Helmut Schroff, Gilbert Löffler, Edwin Renzhofer, Thomas Reichle und Thomas Diegmann. Gilbert Löffler dankte Uhl für die Fotos, die über einen Beamer den ganzen Abend über präsentiert wurden. Die Halle war ein buntes Meer voller Helme, Schellen und applaudierender Narren. Auch Bürgermeister Manfred Jüppner gratulierte Philip Uhl zu seinem Dienstjubiläum. In der Bibel finde man die Zahl 12 in Person der Jünger. Hingegen der Elferrat sei mit nur elf Narren nicht gänzlich vollkommen, so Jüppner.

Auch die Narrenpolizisten hatten eine kleine Rede und ein Geschenk für den Jubilar vorbereitet, und Emil Bösch übergab den Präsentkorb im Auftrag der befreundeten Narrenpolizisten der Landschaft. Orsingens Narrenpolizist Franz Gallenschütz hielt eine kurze Ansprache in seiner unvergleichlich humorvollen Art und Weise. Im späteren Gespräch mit dem SÜDKURIER hob auch er die selben Antriebsmotive wie Jubilar Uhl hervor. Der Schmotzige Donnerstag und die Befreiung der Kinder seien für ihn ein Höhepunkt im Jahreslauf. „Generationen von Kindern in Orsingen habe ich befreit, und allen habe ich immer gesagt, wenn ihr an meinem Haus vorbeilauft, müsst ihr den Narrenmarsch singen“, erzählt er mit einem herzhaften Lacher. Friedlich und mit Tanzeinlagen der Garden aus Zoznegg, Boll und Wahlwies sowie einem Auftritt der Hohentwielteufel aus Singen wurde lange in der Weiherbachhalle gefeiert.

Die Teilnehmer

Katzdorf Arlen, Bachrose Bietingen, Narrengesellschaft Billafingen, Narrenverein Bodman, Schilpenzunft Buchheim, Quaken Ehingen, Krebsbachputzer Eigeltingen, Trube Drescher Ehingen, NV Hindelwangen, Gerstensack Gottmadingen, Bützligräber Iznang, Moofanger Liggeringen, Schlehenbeißer Liptingen, Seehasen Ludwigshafen, NV Thalia Mahlspüren i.T., Hobixerzunft Mainwangen, Goldkäfer Mimmenhausen, Käfersieder Mühlhausen, Sunnelöscher Mühlingen, Moofanger Nenzingen, Biblischieber Nesselwangen, Halb Olfer Orsingen, Nebelspalter Owingen, Fidelia Unkenbrenner Randegg, Burg Rosenegg Rielasingen, Burgwichtel Schwandorf, Taubenriedgärtner Seelfingen, Kamelia Tengen, Rehbock Volkertshausen, Stierzunft Wahlwies, Rollizunft Welschingen, Hopfenzunft Winterspüren, NV Zizenhausen, NV Büsingen.

Diese Gruppen wurden beim Umzug angeführt durch die Schneckenbürglerzunft Zoznegg mit ihren einzelnen Gruppierungen und der Zoznegger Narrenkapelle.

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