Die Corona-Pandemie hat zur Folge, dass sich gerade außergewöhnlich viele Menschen in den Wäldern des Hegaus aufhalten. „Es ist schön, wenn jeder Einzelne den Lebensraum Wald stärker zu schätzen lernt“, freut sich Kreisforstamtsleiter Bernhard Hake. Die Krise hat aber auch weniger positive Folgen für Förster und Jäger.

Das Holz fault vor sich hin

Stapelweise bleibt bereits gefälltes Holz liegen, das immer fauler wird und so stetig an Wert verliert, berichtet der Förster. Ein Grund: Die normalerweise auf Export ausgerichteten Sägewerke stünden nach den Grenzschließungen vielerorts still.

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„Dass derzeit so viel Holz im Wald liegen bleibt, hat aber auch damit zu tun, dass im Normalfall viele Waldarbeiter aus Osteuropa zu uns kommen“, erklärt Bernhard Hake. „Kurz bevor die Grenzen geschlossen wurden, sind sie alle in ihre Heimat zurückgekehrt.“ Die Abwesenheit dieser Arbeitskräfte mache sich nun bemerkbar, berichtet der Leiter des Kreisforstamts.

Den Jägern fehlen die Abnehmer

Im Moment müsste viel Wild geschossen werden, sagt Bernhard Hake. So könne man zum Beispiel eindämmen, dass Wildschweine auf landwirtschaftlichen Nutzflächen größere Schäden anrichten. Außerdem ließe sich verhindern, dass sich Rehe und Damwild in zu starkem Ausmaß über die frisch angepflanzten Bäume hermachen.

Das Problem allerdings: „Aufgrund der Pandemie sind die Gaststätten geschlossen. Das bedeutet für die Jäger, dass sie keine Abnehmer für das geschossene Wild finden.“ Hake ermuntert Privatpersonen deshalb dazu, direkt beim Jäger vor Ort Wild zu bestellen, das dieser dann für seine Kunden schießen kann.

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