Einen besonderen Abschied gab es bei der Gemeinderatssitzung in Mühlhausen-Ehingen: Der Rat stellte die letzte Jahresrechnung nach dem kameralistischen System fest. „Wir treffen hier einen letzten historischen Beschluss“, so Bürgermeister Hans-Peter Lehmann.

„Außerordentlich gut“

Finanziell stehe die Doppelgemeinde „außerordentlich gut da“, zitierte Lehmann Kämmerer Kurt Fürst. Nicht nur die geplanten 260.000, sondern rund 1,256 Millionen Euro konnten dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Anstatt der allgemeinen Rücklage wie geplant 900.000 Euro entnehmen zu müssen, konnten dieser sogar 2.682,023 Euro zugeführt werden.

„Das Haushaltsergebnis brachte dadurch nach dem Spitzenjahr 2017 die zweitbeste Zuführung in der Geschichte der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen hervor“, heißt es in der Zusammenfassung des Kämmerers.

Mehreinnahmen von 845.000 Euro

Insgesamt profitierte der Haushalt von rund 845.000 Euro Mehreinnahmen, bei den Ausgaben konnten 151.680 Euro gespart werden. Die Mehreinnahmen sind auf höhere Gewerbesteuereinnahmen und mehr Zuweisungen vom Land (rund 166.000 Euro) zurückzuführen. Gespart wurde unter anderem bei Personalausgaben in unterschiedlichen Bereichen.

Das Sorgenkind des vergangenen Haushaltsjahres war die Wasserversorgung. „Das Jahr 2019 war hier geprägt von unvorhersehbaren überplanmäßigen Ausgaben für Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten“, so Fürst. So mussten etwa durch den Pumpenausfall beim Pumpwerk Oberwiesen und die lange Lieferzeit der Ersatzteile die Wasserlieferungen von den Stadtwerken Engen aufgestockt werden. Aufgefangen wurden diese Ausgaben teilweise durch höhere Gebühreneinnahmen.

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Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 279,62 Euro (davon Wasserversorgung: 177,04) liegt Mühlhausen-Ehingen gut unter dem Landesdurchschnitt (2018: 624 Euro). Die Rücklage beläuft sich auf rund 7 Millionen Euro. „Eine gute Basis, auf der man aufbauen kann und muss. Diese guten Jahre sind für die nächste Zeit sicherlich vorbei“, sagte der Bürgermeister.