Ein seltenes Bild zu Beginn eines Konzertes: Die ersten Töne sind gerade angeklungen, da erheben sich alle Gäste in der Eugen-Schädler-Halle von ihren Plätzen. Mit „La Marseillaise“, der französischen Nationalhymne, bot der Musikverein (MV) Mühlhausen den Gästen aus Frankreich einen würdevollen Empfang. Unter dem Titel „Vive la France – Musik aus Frankreich“ stand das Frühjahrskonzert im Zeichen des 25. Jubiläums der Partnerschaft der Doppelgemeinde mit Domène in Frankreich.

Erstes Konzert nach Corona-Pause

Es war das erste Konzert des Orchesters nach der Corona-Pause. „Wir sind glücklich, dass wir wieder spielen können“, hieß Vorsitzende Jasmin Dittrich die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Trotz eingeschränkter Probenmöglichkeiten waren die Musiker in Bestform und brachten mit der Auswahl der Stücke französisches Flair nach Ehingen.

Klanggewaltig und mit Tempo rauschte die Farandole aus der „L‘Arlésienne-Suite“ von George Bizet durch die Halle, zum Mitsummen luden die Variationen des französischen Volkslieds „Sur le pont d‘Avignon“. Neben dem sanft und einfühlsam vorgetragenen Potpourri aus dem Musical „Les Miserable“ fehlten auch Titel von Gilbert Bécaud und Edith Piaf nicht. Als Gast-Solist und Profi am Instrument steuerte Josef Weimert typisch französische Akkordeon-Klänge bei.

Alle Musiker sind noch dabei

Dass alle Musiker nach der langen Pause wieder dabei sind, sei nicht die Regel, aber Dirigent Jochen Schroff stellte fest: „Alle sind da.“ Und das mit Spielfreude und beeindruckendem Können.

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Jürgen Schröder vom Blasmusikverband Hegau-Bodensee übergab die Auszeichnungen: das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze an Christoph Bohnenstengel und Lena Epkenhans; Gold an Jannik Schellhammer; die Ehrennadel in Silber für 20 Jahre an Simon Mayer, Thomas Schleppe und Aylin Parlak. Auszeichnungen vom Bund Deutscher Blasmusik erhielten Jochen Schroff (Verdienstnadel in Gold für 20 Jahre) und Berthold Schellhammer (Sonderehrennadel für 25 Jahre und besondere Verdienste).