Seit seinem ersten Benefiz-Konzert zugunsten des Vereins Freunde des Mägdebergs gastiert das Querflöten-Quartett „L‘Arte dei Flauti„ wiederholt in Mühlhausen und setzt einen Höhepunkt im jährlichen Kulturleben des Ortes. „Dieses Konzert ist schon zur Tradition geworden“, hieß Vorsitzender Manfred Schellhammer Delia Melania Varga, Astrid Heider, Carolina Riesle und Berthold Graf zum fünften Benefiz-Konzert herzlich willkommen. Wegen der Corona-Beschränkungen fand es in der Peter- und-Paul-Pfarrkirche in Mühlhausen statt, die ausreichend Platz bot. Es war auch ein besonderer Anlass.

Blick auf den Mägdeberg – ein Freundeskreis erhält und pflegt die Burgruine.
Blick auf den Mägdeberg – ein Freundeskreis erhält und pflegt die Burgruine. | Bild: SK

Zu Gast seit fünf Jahren

„Mit dem diesjährigen Konzert feiern wir ein kleines Jubiläum“, kündigte Carolina Riesle die Höhepunkte der vergangenen fünf Jahre an. Ihre Erläuterungen zu den einzelnen Vorträgen ließen mit Kompositionen von Tomaso Albinioni und Franz Schubert bis hin zu Gabriel Fauré und Edward Elgar mehr als 250 Jahre Musikgeschichte aufleben. „L‘Arte dei Flauti„ beeindruckte erneut als perfekt aufeinander eingestimmtes Quartett; die vier Musiker schienen eins zu werden mit ihrem Instrument. Ihr virtuoses Spiel vom hohen C bis zu den tiefen Basstönen ließ orchestergleich den großen Tonumfang dieses Instruments erklingen.

Originalwerk für Querflöten

Mit technischem Können und viel Gefühl für gemeinsames Spiel verschmolz das Ensemble beim Quartett in G-Dur von Francois Devienne, eines der wenigen Originalwerke für Querflöten, zu einem harmonischen Klangkörper: Hell und klar das Spiel der C-Flöten (Delia Melania Varga und Carolina Riesle), die sich die Töne zuspielten, aufgefangen und gehalten von der Altflöte (Astrid Heider) und der Bassflöte (Bertold Graf).

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Klangbilder nehmen Gestalt an

Die Töne verdichteten sich zu Klangbildern, die beim venezianischen Gondellied aus „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn Bartholdy durch die Interpretation der Wellenbewegungen auch visuell Gestalt annahmen. Mit „Divertissement Pizzicati“ aus dem Ballett „Sylvia“ von Léo Delibes weckte das Ensemble Erinnerungen an Tschaikowskis „Schwanensee“.

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