Von einem Defizit von rund 240.000 Euro zu einem Plus von rund 6000 Euro: In der Vorlage des Haushaltsplans 2022 war der Kämmerer der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen, Kurt Fürst, noch von einem deutlichen Minus ausgegangen.

Laut der jüngsten Novembersteuerschätzung sollen nun aber die Anteile an der Einkommenssteuer um 100.000 Euro und die FAG-Umlagen um fast 200.000 Euro höher ausfallen als ursprünglich errechnet. Zugleich sinkt die zu entrichtende Kreisumlage um rund 50.000 Euro.

Ergebnishaushalt gerade ausgeglichen

Bei einem geplanten Ergebnis von minus 246.000 Euro für 2022 wäre der Ergebnishaushalt somit „gerade ausgeglichen“, so Fürst bei der Vorstellung im Gemeinderat.

„Allerdings war der Verlauf der Corona-Pandemie im November nicht vorhersehbar“, warnt er vor zu optimistischen Erwartungen. Die aktuellen Entwicklungen könnten sich noch dämpfend auf die Prognose auswirken.+

Die größten Projekte

Der Finanzhaushalt soll laut Fürst mit einem Überschuss von 145.900 Euro abschließen. Der Finanzierungsmittelbedarf beträgt rund 2,4 Millionen Euro. „Wir planen keine Kredite, trotz hoher Investitionen“, betonte der Kämmerer.

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Bürgermeister Patrick Stärk gab einen Überblick über die wichtigsten Projekte: die Sanierung der Schloßstraße (erster Bauabschnitt, 1,5 Millionen Euro), Vorplatz Rathaus (270.000 Euro), Feuerwehr (535.000 Euro), Starkregenkonzeption (500.000 Euro), Ausbau Kindergarten Ehingen (70.000 Euro), Straßen- und Wegesanierungen (250.000 Euro), Tilgungen (110.000 Euro).

Pandemie beeinflusst Planungen

Die Pandemie beeinflusse finanzielle Planungen, so Stärk. So rechne man bei der Testpflicht in den Kindergärten allein in Ehingen mit Ausgaben von 700 Euro pro Woche. Es sei unklar, ob diese das Land übernimmt. Bei den Vereinen will die Gemeinde nicht sparen. Da sie eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft spielten, würden keine Zuschüsse gekürzt.