Sport, Spiel und Spaß, Neues entdecken und ausprobieren, das ist das Motto des Ferienprogramms in Mühlhausen-Ehingen. Dass auch die Vergangenheit eine spannende Sache ist, erlebten die Teilnehmer bei einem Besuch der historischen Sammlung mit dem Seniorenarbeitskreis. Bevor es zu den Fundstücken ins Dachgeschoss des Mühlhauser Rathauses ging, bekamen die Kinder schon eine Vorstellung davon, was das Leben damals an Arbeit so mit sich brachte.

Flachsbreche bleibt ein Rätsel

Wir machen Butter, hieß es draußen im Schatten des Rathauses, was für staunende Augen sorgte. Dass aus Sahne Butter wird, wenn man sie im Glas richtig schüttelt, konnten die Kinder fast nicht glauben. Rätselhaft blieb ihnen die Flachsbreche, ein hölzernes Arbeitsgerät. „Damit schlug man früher die Fasern aus den Leinbüscheln“, erklärte Helmut Fluck. Weiter sagte er, dass aus Flachs Leinen für Kleidung gewebt wurde.

Wahre Schätze warteten dann in der Sammlung, die mittlerweile auf 500 Fundstücke aus vielen Lebensbereichen angewachsen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit großen Augen schauten die Kinder auf die vollen Regale und seltsamen Geräte. Was ist eine Dezimalwaage? blieb nicht die einzige Frage. Die Antwort brachte Ferdinand Herr, indem er mit verschiedenen Kilo-Gewichten das Körpergewicht einzelner Kinder austarierte.

Erste Begegnung mit einer Schreibmaschine

Edwin Gehr erklärte, wie eine Schreibmaschine funktioniert. Es war aber schwer, Buchstaben auf das Papier zu bringen. „Ihr müsst stärker auf die Tasten drücken“, machte Gehr Mut. Verblüfft schauten die Kinder zu, wie die Typenhebel auf das Papier sprangen. Auch mit einem Griffel auf eine Schiefertafel zu schreiben brauchte etwas Übung. Spaß machte den Kindern das Mahlen von Kaffeebohnen mit einer Handmühle.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit der historischen Sammlung lassen die Senioren ein Stück Zeitgeschichte aufleben, die den heutigen Kindern fremd ist. Albert Stöckl sagt: „Viele Geräte braucht man gar nicht mehr, es gibt ja alles fix und fertig.“ Hier könnten sie sehen, wie viel Mühe das tägliche Leben damals gemacht hat.