Auf den Gemarkungen von Mühlhausen-Ehingen und Engen sind neue Photovoltaik-Anlagen geplant. Ein Großprojekt bereitet die Gemeinde Mühlhausen-Ehingen mit der EnBW Solar als Betreiber einer elf Hektar Fläche umfassenden Anlage vor. Sie soll entlang der Autobahn im Osten von Mühlhausen-Ehingen in den Gewannen „Oberes Geländ“ und „unteres Geländ“ entstehen. Die Fläche wird aktuell ackerbaulich genutzt.

Bild: Bittlingmaier, Albert

„Der Solarpark wird zu einem der größten im Landkreis Konstanz. Damit zeigt die Gemeinde Mühlhausen-Ehingen auch den politischen Willen, seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Hans-Peter Lehmann, Bürgermeister von Mühlhausen-Ehingen. Am Betrieb der Anlage seien drei Landwirte als Pächter beteiligt. „Der Solarpark Waldhof kann 9,2 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom erzeugen, der ins Netz eingespeist wird. Zum Vergleich: Die etwa 2400 Haushalte von Mühlhausen-Ehingen benötigen jährlich 8 Millionen Kilowattstunden„, so Lehmann.

Anfang nächstes Jahr soll Solar-Anlage installiert werden

„Wo immer es möglich war, haben wir die Dächer der gemeindeeigenen Gebäude mit Photovoltaik-Dächern ausgestattet“, schildert Lehmann. Auf der Eugen-Schädler-Halle sei beim Neubau 2003 eines der ersten großflächigen Solaranlagen in der Region installiert worden. „Es geht nun an die Aufstellung eines Bebauungsplans. Der Solarpark Waldhof soll Anfang des nächsten Jahres gebaut werden“, so Lehmann.

Mit einem neuen Solarfeld wollen die Stadtwerke Engen in alleiniger Regie in der Nähe des Tiefbrunnes Brächle und des Welschinger Gewerbegebiets etwa 800.000 Kilowattstunden Strom produzieren, soviel wie auf der gesamten Anlage an der Autobahn. „Damit können wir ungefähr 250 Haushalte ausschließlich mit Solarenergie versorgen“, schildert Peter Sartena, Geschäftsführer der Stadtwerke Engen.

Auch private Betreiber machen mit

Die Stadtwerke Engen haben in den vergangenen Jahren etliche große Solarflächen geschaffen, um den Anteil an der regenerativen Strom-Produktion zu erhöhen. Photovoltaik-Dächer gibt es auf dem eigenen Gebäude, auf dem des Bauhofs und auf der Großsporthalle. Der lange überdachte Warte-Trakt der Bushaltestelle am Engener Bildungszentrum hat ebenfalls ein Solardach. In unmittelbarer Nähe zur Autobahn und dem Gewerbegebiet Grub gehören den Stadtwerken etwa zwei Drittel eines etwa einen Hektar großen Solarfeldes, an dem auch ein privater Betreiber beteiligt ist. Immer mehr Privatleute und Firmen installieren laut Sartena in Engen Solardächer.

Stadtwerke Engen setzen auch auf Windkraft

Die Stadtwerke Engen setzten weiter verstärkt auf erneuerbare Energien. Sie sind bereits mit 500.000 Euro bei den Windkraftanlagen Verenafohren im Wald des Tengener Stadtteils Wiechs am Randen beteiligt. „Wir erwarten dort eine fünfprozentige jährliche Verzinsung, die aber je nach Ertrag aus der Windkraft schwanken kann“, sagt Peter Sartena. Er gehe davon aus, dass die Anlage ab dem 17. bis 18. Jahr Profit abwerfe. Die Laufzeit schätzt Sartena auf an die 30 Jahre ein.

Die Stadtwerke Engen wollen sich auch an der geplanten Windkraftanlage „Brand“ auf Tengener Gemarkung beteiligen. Es steht noch aus, ob ein oder zwei Windräder auf Engener Hoheitsgebiet aufgestellt werden, da es aus dem Stadtteil Stetten Vorbehalte gibt. Grund: Die Stettener wähnen ein geplantes Tengener Windrad zu nah an ihrem Dorf. „Der Windpark liegt im direkten Einzugsgebiet der Stadtwerke. Schon deshalb macht es Sinn, dass sich die Stadtwerke daran als regionaler Stromerzeuger beteiligen“, erklärt Sartena. „Wir erzeugen jährlich 13,5 Kilowattsunden Strom aus regenerativer Energie. Das deckt rechnerisch die Hälfte des Bedarfs von Engen„, so Sartena.

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