Das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ der beiden Landesverbände von Nabu und BUND sieht in der ökologischen Pflege von Stromtrassen Chancen für den Naturschutz und die Förderung der Artenvielfalt. Es hat deshalb ein Seminar im Rathaus Mühlhausen mit anschließender Exkursion ins Ehinger Ried veranstaltet. Dies schreibt das Dialogforum in einem Pressebericht.

Lebensräume vernetzen

„Die Nutzung von Stromtrassen für den Naturschutz bietet bisher zu wenig genutztes Potenzial, Lebensräume zu vernetzen und die Artenvielfalt unter Stromleitungen zu fördern. Die Chance muss genutzt werden“, so Projektleiterin Annette Reiber vom Dialogforum.

„Ein Ökologisches Trassenmanagement kann im Vergleich zur konventionellen Trassenpflege einen Beitrag zum Biotopverbund leisten und sollte in Baden-Württemberg gängige Praxis werden“, ergänzt Linda Lentzen, ebenfalls Projektleiterin im Dialogforum.

Trassenpflege im Ehinger Ried

BUND und Nabu informierten Vertreter von Netzbetreibern, von Naturschutz- und Forstbehörden, Verbänden und weitere Interessierte über die Praxis der ökologischen Trassenpflege aus den Blickwinkeln der verschiedenen Akteure. Wie sieht eine naturverträgliche Trassenpflege aus? Wie funktioniert eine gute Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung?

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Diesen Fragen widmete sich das Seminar im Rathaus anhand von Vorträgen. Die Umsetzung einer naturnahen Gehölzpflege wurde im Anschluss im Naturschutzgebiet Ehinger Ried anhand konkreter Maßnahmen erklärt.

Das Ried, durch das drei Freileitungen verlaufen, ist ein Vorzeigebeispiel, bei dem die Zusammenarbeit bei der Trassenpflege laut Dialogforum zwischen allen Beteiligten gut funktioniert.

Ministerium fördert Dialogforum

Das Projekt Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und zielt auf die Unterstützung einer naturverträglichen Energiewende.