Mühlhausen-Ehingen – Der Verkehrsunfall an der Mühlhauser Straße am Ortseingang Ehingen, der als Übungsszenario der Feuerwehr diente, war nicht gleich zu überblicken. Ein Auto prallte an die Mauer eines Anwesens, einige Meter von der Unfallstelle entfernt liegen in beiden Richtungen zwei Fahrräder auf der Straße. Mit der diesjährigen Hauptübung stellte sich die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen-Ehingen einer mannigfaltigen Aufgabe.

Die Beine der Autofahrerin wurden durch die Verformung des Fahrzeuges eingeklemmt, geschockt vom Aufprall an der Mauer flüchtete der Beifahrer. Ein Fahrradfahrer ist gegen die Mauer gestürzt, der zweite wurde aus dem Sattel gehoben und in das angrenzende Bachbett katapultiert. Er liegt eingeklemmt zwischen zwei Stahlgitter schwer verletzt im Bachbett.

Die Wehr unter Einsatzleiter Adrian Pawlow demonstrierte mit diesem Übungsszenario die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten bei technischer Hilfe nach einem Verkehrsunfall. Primäres Ziel war die Rettung des eingeklemmten Autofahrers, die Bergung des Radfahrers im Bachbett und die Betreuung des verletzten zweiten Fahrradfahrers. Die Zuschauer konnten mitverfolgen, wie zur Befreiung der Autofahrerin mit Schere und Spreizer die Fahrerseite entfernt wurde, um die eingeklemmte Person ohne Veränderung ihrer Haltung schonend zu befreien. Gleichzeitig wurde der Radfahrer befreit, der durch die Strömung im Bachbett zwischen zwei Stahlgitter geschwemmt wurde und eingeklemmt war. Hinzu kam bei dieser Übung die Betreuung des zweiten Radfahrers. Die Wehr übernahm auch die Versorgung der Verletzten, da der DRK-Rettungsdienst an diesem Einsatz nicht beteiligt war.

Andreas Egger als stellvertretender Kreisbrandmeister war bei der Übungsbesprechung voll des Lobes: Mit wenigen Mitteln sei eine hohe Wirkung erreicht worden. Stabsrahmenmäßig geplant seien die richtigen Wege eingeschlagen und durchgeführt worden. „Tolle Umsetzung, insgesamt eine gelungene, realistische Übung“, so Egger.