Mühlhausen-Ehingen Toter Mann in Mühlhausen aufgefunden: Polizei ermittelt wegen Mordverdachts

Ein 56-Jähriger wurde tot in seiner Wohnung in Mühlhausen aufgefunden. Seine Vermieterin fand ihn und alarmierte die Polizei. Ein 37-Jähriger Familienangehöriger steht laut Angaben der Ermittlungsbehörden unter Tatverdacht. Was genau passiert ist, bleibt aktuell jedoch noch im Dunkeln.

Die Ermittlungsbehörden von Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach dem Todesfall in Mühlhausen von einem Gewaltverbrechen aus. Wie Staatsanwalt Andreas Mathy mitteilt, wurde das 56-jährige Opfer von seiner Vermieterin tot in der Wohnung in Mühlhausen aufgefunden. Sie alarmierte die Polizei. Schnell haben Kriminaldauerdienst und Spurensicherung ihre Arbeit aufgenommen. Rund ein Dutzend Spezialisten waren vor Ort.

Nachbarn wunderten sich zunächst über das Großaufgebot an Polizeikräften. Inzwischen hat sich das schreckliche Geschehen im Ort herumgesprochen. Was genau passiert ist, bleibt bislang jedoch im Dunkeln. Das Opfer, das zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft und richterlicher Anordnung von der Gerichtsmedizin in Freiburg obduziert wurde, weise aber deutliche Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung auf.

Genaue Hintergründe der Tat sind noch unklar

"Die bisher abgearbeiteten Spuren und gewonnenen Erkenntnisse der Ermittler sowie die noch andauernde Auswertung von gesichertem Spurenmaterial haben zu einem 37-jährigen Familienangehörigen geführt, der als Tatverdächtiger von Beamten der Sonderkommission vorläufig festgenommen wurde", bestätigt Polizeisprecher Markus Sauter. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist dieser am Mittwochabend der Haftrichterin vorgeführt worden, die die Untersuchungshaft anordnete.

Nach bisherigen Ermittlungen einer 50-köpfigen Sonderkommission, die vom Polizeipräsidium Konstanz zur Klärung des Tötungsdelikts bei der Kriminalpolizeidirektion in Friedrichshafen eingerichtet wurde, ist der 56-Jährige zuletzt am Dienstag vergangener Woche lebend gesehen worden. Wann genau das Gewaltverbrechen geschah und in welchem Verhältnis Tatverdächtiger und Opfer zueinander standen, will Staatsanwalt Mathy nicht offenbaren. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit noch keine weiteren Details genannt werden", betont er gegenüber dem SÜDKURIER.

Die polizeilichen Ermittlungen führten die Beamten auch ins Rathaus der Doppelgemeinde. "Die Person war mir nicht bekannt", erklärt Bürgermeister Hans-Peter Lehmann auf Nachfrage und bedauert das tragische Ereignis in der Hegau-Gemeinde. "Beruhigend ist, dass die Ermittlungen bereits zu einem Tatverdächtigen geführt haben", so Lehmann.

 

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