Das Publikum kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Im Doppelpack begrüßten Carmen und Robert, alias Bernd Schamberger und Markus Bohl, die Gäste, auch Cindy von Marzahn und Otto Walkes hatten ins Käfernest nach Mühlhausen gefunden und wagten bei „Let’s dance“ ein Tänzchen. Selbst die menschlichen Organe meldeten sich zu Wort – begleitet von herzhaften Lachern rauschte der diesjährige Narrenspiegel fulminant über die Bühne der Mägdeberghalle.

Ein Glanzpunkt folgt dem anderen

Mit närrischem Humor liefen die Akteure zu Höchstform auf. Carmen und Robert, von Schamberger und Bohl herrlich parodiert, führten durch das Programm, in dem sich ein Glanzlicht an das nächste reihte. Die Jungnarren verrieten, was so manch ein Mühlhauser Bürger sich vom Weihnachtsmann wünschte. Die „Schwarzen Witwen“ weinten ihren ehemals Angetrauten keine Träne nach, hatten sie ihre Männer doch selbst ins Jenseits befördert. Ganz ohne Worte kamen die Kinobesucher aus, die sich trittfest über die Füße der Sitzenden ihren Platz in der engen Reihe erst erobern mussten.

Wenn Narren das Tanzbein schwingen

Mit dem grandios gespielten Sketch „Let’s Dance“ entführten die Holzer das begeisterte Publikum in die Glitzerwelt der Promis, selbst Helene und ihr Flori stellten sich der Jury. Aber Herrn Llambi konnte es auch im Käfernest keiner recht machen. Die Begeisterung des Publikums galt auch den wirbelnden Tänzern – Cindy von Marzahn hob es bei einer Hebefigur sogar bis an die Bühnendecke.

Mit anhaltendem Gelächter wurden auch die Damen des Malle-Clans begleitet, die sich herrlich ausstaffiert der menschlichen Organe annahmen. Ratlos musste das Gehirn als Zentrale feststellen, dass Herz und Blutdruck im Streit lagen und die Nieren sich verspäteten. Und dann trat auch noch der angeschlagene Darm vollends in Streik.

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Für den neuen Bahnsteig erhielt Schultes Hans-Peter Lehmann zwar Lob, aber ohne sein Wissen führte der Technische Dienst vor Ort Sicherheitskontrollen durch. Über „Einheimische mit labilem Denkprozess“ philosophierten wiedermal die Vampire Michael Bohnenstengel und Markus Bohl.

Mit vielsagender Mimik tischten sie so manch ein Ungeschick der Einheimischen auf, wobei der Schultes auch gnädig bedacht wurde. Denn er hat der Gemeinde ein neues Dorfwappen geschenkt – das prangt unübersehbar am Anfang des Gewerbegebiets am Ortseingang beim Kreisel.

Das Ende eines höchst vergnüglichen Abends

Dem glanzvollen Narrenspiegel fehlte es auch nicht an schwungvollen Tanzvorführungen. Als Gäste waren die Tanzgruppen Dynamite und Unlimited schon während des Programms über die Bühne gewirbelt und zeigten eindrucksvoll ihr Können. Zum Abschluss des Abends bewies auch das Männerballett als Funkenmariechen im Gardekostüm seine tänzerischen Qualitäten. Umrahmt vom Musikverein Mühlhausen bot der Narrenspiegel einen höchst vergnüglichen Abend.