Ein Mal im Jahr steht für die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen-Ehingen ein spezieller Einsatz an: Da sorgen die Mitglieder für Spiel und Spaß im Ferienprogramm. Und das kommt an, rund 40 Kinder stiegen an den Treffpunkten in die Feuerwehrautos mit Ziel Eugen-Schädler-Halle.

Feuerwehr als Hobby

Dort ging es gleich erlebnisreich und ziemlich nass weiter, als die Jugendfeuerwehr einen Löschangriff demonstrierte. Der richtige Spaß kam für die Kinder, als sie selbst den Schlauch in die Hand nehmen, den Sprühstrahl einstellen und ins Abseits dirigieren durften.

Mike Zeller ist schon seit vielen Jahren bei der Jugendfeuerwehr und weiß, dass ein Löschangriff im Ernstfall für die Aktiven kein Spaß ist. Die Jugendfeuerwehr ist für ihn noch ein Hobby. Der Zwölfjährige findet das richtig spannend: „Bei den Treffen machen wir viele Spiele und auch Übungen, und wir lernen viel über Fahrzeugkunde.“

Neu: „Rasende Feuerwehr„

Auch ein neues Spiel war geboten: Angetrieben von einem wohlgezielten Wasserstrahl musste ein kleines Feuerwehrauto ins Ziel befördert werden.

Die Idee für die „Rasende Feuerwehr„ hatte Feuerwehrmann Christian Kern. Keine ganz einfache Aufgabe, denn der Wasserstrahl musste richtig dosiert das Auto auch treffen.

Ganze Familie bei der Feuerwehr

Mit großen Augen schauten die Kinder Andreas Küchler und Adrian Pawlak zu, die vorführten, was ein Feuerwehrmann alles anziehen und bei sich haben muss. Wie man einen Notruf absetzt, erfuhren sie bei Feuerwehrfrau Sabine Kern.

Mit dabei war ihr Vater Werner Kern, seit eineinhalb Jahren „Feuerwehrrentner“ wie er sagt. Stolz ist er auf seine Familie, beide Töchter, der Sohn und der zukünftige Schwiegersohn sind bei den Aktiven. „Meine Frau gehört zum Inventar“, scherzte Werner Kern, sie sei immer zur Stelle, wenn es um Verpflegung geht.

„Ihr wisst ja, wo wir wohnen“

Am Schluss wurden die Kinder wieder nach Hause gefahren. Ein Dienst, den Eltern zu schätzen wissen. Wie Kommandant Reiner Zeller erzählte, habe er bei der Ablieferung schon gehört: „Ist ja nett, wenn ihr sie nach Hause bringt. Dann wisst ihr ja auch schon, wo wir wohnen.“