Ob Brände, Hochwasser, Personenrettung oder technische Pannen – wenn es um Hilfe für die Bürger von Mühlhausen-Ehingen geht, ist die Freiwillige Feuerwehr zur Stelle. Wie Kommandant Reiner Zeller bei der Hauptversammlung berichtete, wurden 2018 insgesamt 25 Einsätze bewältigt, davon vier Kleinbrände und 17 technische Hilfeleistungen von Tür-Notöffnungen über Tierrettung bis hin zum Reinigen einer Lokomotive nach einem Bahnunfall. Dazu kamen vier Alarme über Brandmeldeanlagen, die vom technischen Defekt bis hin zum angebrannten Essen reichten.

Das freiwillige Engagement für das Gemeinwohl ist groß. Sehr erfreut zeigte sich Zeller über sechs Neuzugänge, die den Personalstand von 64 Feuerwehrkameraden, darunter fünf Frauen, aufstocken. Beim Löschzug Mühlhausen erklärte Sebastian Heizmann seinen Beitritt, Kevin Drescher wechselte zu Jahresbeginn von der Jugendfeuerwehr zur Einsatzleitung. Beim Löschzug Ehingen wurde Niclas Lioi bereits im Laufe des Jahres übernommen, mit ihm kamen Philipp Häufle, Marc Schwegler und Daniel Grumann hinzu. Die vier Ehinger absolvieren im Moment die Grundausbildung. Andreas Egger als stellvertretender Kreisbrandmeister war beeindruckt: "Das ist sensationell." Ohne vorangegangene Jugendfeuerwehr seien sie in die Wehr eingetreten. Egger berichtete über anstehende Aufgaben und Investitionen im Landkreis.

Kauf einer Wärmekamera

Der vielfältige Einsatzbereich der Wehr macht Zeller aber auch Sorgen. Klare Worte fand er für das psychisch belastende Reinigen der Lokomotive nach einem Bahnunfall durch Suizid. "Das ist nach meinem Empfinden keine Aufgabe der Feuerwehr", teilte er mit, dass er die Alarm- und Ausrückordnung geändert habe und zu einem solchen Einsatz nur noch die kleinste mögliche Schleife alarmiert werde.

Erfreut ist Zeller über den Ersatz zweier Fahrzeuge. Im Jahr 2019 soll mit der Beschaffung eines mittleren Löschfahrzeuges für den Löschzug Ehingen begonnen werden und im Jahr 2020 ein Hilfeleistungsfahrzeug 10 für den Löschzug Mühlhausen angeschafft werden. "Mich freut diese Aussicht", so Zeller, "diese Fahrzeuge sind unseren Erfordernissen angepasst und wir können die Wehr auf den neuesten Stand der Technik bringen." Ein unbedingtes "Muss" sei eine Wärmekamera, die mit 5000 Euro außerplanmäßig zu Buche schlage. Bürgermeister Hans-Peter Lehmann richtete seinen Dank an die Wehr und an den Gemeinderat und unterstrich, dass der Feuerwehr-Bedarfsplan für eine einsatzfähige Wehr entsprechend fortgeschrieben werde.

Jugendfeuerwehr hat 31 Mitglieder

Wie Jugendwart Sebastian Wittmer berichtete, sind 31 Kinder, darunter zwei Mädchen, in der Jugendfeuerwehr. Schriftführerin Simone Pugliese gab im Detail einen Rückblick auf die Einsätze. Mit Proben- und Einsatzstunden, Teilnahme an Lehrgängen und Leistungswettkämpfen brachten die Wehrfrauen- und Wehrmänner gesamt 2835 ein.