Die Wasserversorgung in Mühlhausen-Ehingen ist nun auf dem neuesten Stand. In einer kleinen Feierstunde wurde die neue Anlage im Hochbehälter Heider ihrer Bestimmung übergeben.

Es war an der Zeit, die alte Ozonanlage zur Wasseraufbereitung durch eine neue Anlage zu ersetzen, eine sogenannte Ultrafiltrationsanlage, erklärte Bürgermeister Hans-Peter Lehmann. Neben diesem Herzstück der Wasserversorgung wurden auch in den Hochbehältern in Mühlhausen und im Pumpwerk Brechle Modernisierungen vorgenommen. Die Gesamtkosten bezifferte Lehmann auf rund 900 000 Euro. Finanziert wurde die Maßnahme durch eine Kreditaufnahme von 500 000 Euro. Der Rest kam aus Eigenmitteln der Gemeinde. Landeszuschüsse gab es keine, denn eine Bedingung dafür ist eine gewisse Höhe des Wasserpreises – und die ist für die Gewährung von Zuschüssen zu niedrig.

Schon vor 20 Jahren habe die Gemeinde mit rund vier Millionen Euro Investitionen die Basis für eine moderne Wasserversorgung geschaffen, erklärte Bürgermeister Lehmann. Im Nachhinein zeige sich heute, dass diese Investitionen genau richtig gewesen seien.

So sieht es im Inneren des Hochbehälters der Wasserversorgung aus. In zwei Kammern haben jeweils 150 000 Liter Wasser Platz.
So sieht es im Inneren des Hochbehälters der Wasserversorgung aus. In zwei Kammern haben jeweils 150 000 Liter Wasser Platz.

Im Gebäude erläuterte Thomas Gierth vom Ingenieurbüro Miltenberger & Schmid die technische Einrichtung. Neben der eigentlichen Reinigung des Wassers waren auch die Digitalisierung und der Objektschutz wesentliche Faktoren für den Umbau. Sogar die Luftzufuhr zum Wasserbehälter muss nach den heutigen Bedingungen gefiltert werden. Mit dieser neuesten Technik könne er sogar im Urlaub über das Mobiltelefon die Anlage steuern, berichtete Wassermeister Werner Faaß.

Das Ultrafiltrationsverfahren erklärte Jürgen Gerneth von der Firma Strecker Wassertechnik aus Tuttlingen. Das Geheimnis liegt demnach in gebündelten Röhrchen, die mit mikroskopisch kleinen Löchern versehen sind. Jeder Filter besteht aus 40 000 Röhrchen. Herausgefiltert werden dabei alle Partikel, die zu Trübungen führen. Vollständig eliminiert werden auch alle Viren und Bakterien. Mit der Neuanschaffung sei eine wichtige Maßnahme zur Daseinsvorsorge geschaffen und die Infrastruktur von Mühlhausen-Ehingen ein gutes Stück verbessert worden, meinte Lehmann.