Es waren harte Zeiten, damals auf der Burg Mägdeberg. Um den Speiseplan mit einer Wildsau zu bereichern, musste der Speer das davonrennende Tier auch treffen. Wie schwierig das ist, konnten die Teilnehmer beim Ferienprogramm des Fördervereins Freunde des Mägdebergs beim Wildsau-Stechen selbst ausprobieren. Die Sau stand jedoch friedlich auf dem Weg zur Ruine und wurde an Leinen von einem Wegrand zum anderen gezogen. Und sie war aus Holz.

Stark-mach-Kekse für die Knappen

Bei Spiel und Spaß ins Mittelalter eintauchen war auch in diesem Jahr wieder das Motto im Ferienprogramm des Fördervereins. Wie schwer es war, damals per Hand alles Lebensnotwendige hoch auf die Burg zu schleppen, konnten die Kinder auch nachvollziehen.

"Bei dieser Hitze reicht schon die Wasserflasche", sagte Margarete Schamberger und freute sich über die 17 Mädchen und Jungen, die mit Begeisterung dabei waren.

Handarbeit ist gefragt

Die Mitglieder scheuen auch keine Mühen. Norbert Heim hatte Hand angelegt, um für das Ritter-Schach mit Holzklötzen als Bauern eine freie Fläche auf der Ruine zu schaffen. Auch dabei war Zielsicherheit gefragt. Leon stellte fest, dass man schon sehr kräftig werfen muss, um mit einem Wurfholz den Holzklotz zu treffen.

Alles von Hand war das Motto auch beim Flechten der im Mittelalter üblichen Armbänder. Und auch Säckchen für die Edelsteine als Preis für die Sieger beim Ritter-Schach und die Knappen-stark-mach-Kekse für jeden Teilnehmer waren von Mitgliedern von Hand genäht und selbst gebacken.

Förderverein will das Burgtor sanieren

Auch die Organisatoren hatten ihren Spaß an dem Nachmittag. "Hier oben zu sein weckt Erinnerungen", steht Margarethe Schamberger damit nicht allein. Freuen würde sie sich über neue, junge Mitglieder, die die Zahl von 140 aufstocken würden.

Zu der jährlichen Putzete möchte der jüngste Verein der Doppelgemeinde das nur provisorisch gesicherte Burgtor sanieren. Da bestehe Handlungsbedarf, um der Verkehrssicherheitspflicht nachzukommen. Der Verein möchte vermeiden, dass die Burg gesperrt wird.