Am Pfingstmontag geben sich mobile Veteranen jeglicher Art wieder ein Stelldichein in Ehingen: Zirka 600 Teilnehmer haben sich zum Oldtimertreffen des Motorsportclubs (MSC) Ehingen angemeldet und werden ab 10 Uhr auf dem Festplatz an der Kirche einfahren. Neben betagten Autos, Motorrädern und Traktoren ist in der 28. Auflage des Treffens unter dem Motto „Getreideernte im Wandel der Zeit“ mit Live-Vorführungen auch eine Neuheit geboten.

Historische und aktuelle Mähdrescher

Axel Riede und das MSC-Team haben keine Mühen gescheut, die Entwicklung von Handarbeit mit Dreschflegel über Mähbinder bis hin zu aktuellen Mähdreschern zu demonstrieren. „Drei Mähdrescher werden anfahren, darunter ein Modell von Fahr, das die Schlepperfreunde Gottmadingen extra aus dem Museum geholt haben, und auch ein Riesenteil“, gibt Riede einen Vorgeschmack.

Sein Sohn Timo als Mitorganisator wird einen Deutz-Fahr-Mähdrescher mit acht bis neun Meter Schnittbreite vorführen. „So ein Gerät muss man handhaben können“, sagt Riede anerkennend. Versiert im Umgang mit historischen Land- und mechanischen Handmaschinen sind auch die Schlepperfreunde aus Friedingen wieder dabei, auch der Fuchs Seil-Bagger wird in Funktion sein.

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Wie viele Fahrzeuge insgesamt auf dem Gelände einfahren werden, kann Riede nur schätzen: „Wir haben Platz für 600 Fahrzeuge und für Zuspät-Kommer, die nicht registriert sind, schon Ausweichmöglichkeiten geschaffen.“ Aus Erfahrung weiß er, dass es um die 700 Fahrzeuge sein können. Das Oldtimertreffen in Ehingen ist für Oldtimer-Besitzer wie auch Besucher zu einem Begriff in der ganzen Region geworden. Um dabei zu sein, nehmen die Teilnehmer auch lange Strecken in Kauf.

„Wer mit dem Traktor aus der Schweiz oder Österreich kommt, braucht schon vier bis fünf Stunden oder länger“, weiß Riede von seinen Fahrten nach Tirol. Und sie kommen gern. Riede weiß von einem Besitzer, der sich das Treffen als Termin gesetzt hat, um sein Gefährt fahrtauglich in Schuss zu bringen.

Anfangs kamen nur zwölf Fahrzeuge

Axel Riede hat vor 26 Jahren den Vorsitz des MSC übernommen und organisiert seitdem mit seiner Frau Gabi die Treffen. Damit wuchs die Teilnehmerzahl stetig. „Wir haben die Treffen mit Herzblut aufgebaut. Anfangs waren es zehn bis zwölf Fahrzeuge“, ist auch Gabi Riede mit Begeisterung dabei. Der Aufwand sei schon groß, aber mit Bewirtung und Vergnügungspark sei es ein Fest für die ganze Familie geworden.

1200 Einladungen wurden in diesem Jahr verschickt, die Hälfte davon per Post. Beim Aufbau der zwei Zelte und verschiedener Stände zeigten 20 Leute vollen Einsatz, am Fest selbst werden rund 120 Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen.