Wieder ein Stück näher ist die Gemeinde der Realisierung des Projekts Soziales Netzwerk und Wohnen im Alter gekommen. Das in einigen Punkten verfeinerte Konzept wurde im Rahmen der vergangenen Gemeinderatssitzung vorgestellt. Das Thema fand großes Interesse bei der Bürgerschaft – es waren viele ins Rathaus gekommen, um sich über den Stand des Bauvorhabens zu informieren.

Architekt Gerald Schnell stellte vor, dass die unvermeidlichen Höhenunterschiede mit maximal sechs prozentigen schrägen Rampen problemlos überwunden werden könnten. Viel Tageslicht sei vorgesehen, es gäbe keine dunklen Bereiche, auch nicht in der Tiefgarage. Der Eindruck eines Pflegeheims würde nicht aufkommen ebenso wenig der eines sozialen Wohnungsbaus.

Auch das integrative Projekt Haus am Mühlbach könne realisiert werden. Roland Groß, städtebaulicher Berater, stellte fest, dass sich das Konzept weiterentwickelt habe. Planer und Bauherren hätten auf eine Ausführung der Gebäude in Flachdach-Form verzichtet und stattdessen ein flaches Walmdach vorgesehen. Peter Beck von der Vinzenz-von-Paul GmbH sprach über das Kernstück der Anlage: die Wohngemeinschaft. Mit maximal 20 Bewohnern sei hier variables Wohnen und variables Pflegen möglich. Ältere Bewohner könnten weitgehend selbstbestimmt wohnen, gemeinsam leben, kochen, waschen und einkaufen.

Zu den konkreten Bauterminen äußerte sich Frank Dreher als Bauherr. Im Dezember 2017, erinnerte Dreher, habe ein erster Austausch stattgefunden. Der Prozess der Planung sei stätig weitergegangen, die meisten Fragen seien inzwischen gelöst. Die vergangenen zehn Wochen habe man weitere Details umgesetzt und nun könne man an Baugesuch und weitere Genehmigungen gehen. Den realistischen Baubeginn sehe er im Frühjahr 2020. Bürgermeister Lehmann fügte hinzu, das sich Interessenten ab sofort im Rathaus melden könnten. Details seinen noch nicht verfügbar aber eine Liste werde geführt.