Lana, Nico und Armend wissen, was der Tagesablauf an Aufgaben mit sich bringt. Sie teilen sich mit vier weiteren jungen Menschen als Außenwohngruppe der Heimsonderschule Haus am Mühlebach in Mühlhausen einen Flügel im Impulshaus in Engen und versorgen sich selbständig. Rund um die Uhr steht ihnen dabei ein Betreuer zur Seite. Zum 1. Januar 2018 werden die Räume vom Impulshaus selbst benötigt, neue Räumlichkeiten müssen bis dahin gefunden werden.

„Damit stehen wir vor einem Riesenproblem“, sagt Geschäftsführerin Marianne Voelker. „Schon seit Monaten sind wir auf der Suche, aber leider ohne Erfolg. Zurück ins Stammhaus ist nicht möglich, da wir voll belegt sind.“ Im Haus in Mühlhausen sind zurzeit 30 junge Menschen ab 16 Jahre in fünf Wohngruppen untergebracht.

„Vorrangiges Ziel der Außenwohngruppe ist die Erreichung der größtmöglichen Selbstständigkeit“, erläutert Leiterin Christiane Kirch-Jacobi. Dies gelinge am besten unter realistischen Bedingungen, indem die erforderlichen Kompetenzen im Alltagsleben antrainiert werden. Damit werden die Bewohner auf das Betreute Wohnen nach der Schulzeit vorbereitet.

Lana (18), Armend (18) und Nico (21) wünschen sich, dass es so weitergehen kann. „Es klappt gut“, sagt Lana und zählt auf, was sie in ihrem „Haushalt“ alles selbstständig erledigen. Das reicht vom Aufstehen über das Putzen der Wohnung, das Waschen der Wäsche und den Einkauf. „Wir kochen auch selbst“, betont Nico, er übernimmt das gern freiwillig. Armend ist schon einen Schritt weiter, er macht bei Edeka in Engen ein einjähriges Praktikum.

Lara und Nico fahren mit dem Zug zur Schule in Mühlhausen, wie der Bahnhof sind auch die Geschäfte zu Fuß zu erreichen. Eine zentrale Lage sei für eine gelungene Integration sehr wichtig, hoffen Kirch-Jacobi und Voelker auf neue Mieträume. Dabei denken sie an ein Haus mit acht gleichwertigen Zimmern oder zwei 3 bis 4 Zimmer-Wohnungen, die neben- oder übereinander liegen.

Kontakt: Telefon 07733-503570, Mail: dietz-vollmar@haus-am-muehlebach.de