Die Kinder standen im Blickpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mühlhausen-Ehingen. Anpassung der Entgelte, aber auch die Erweiterung um eine weitere Gruppe im Kindergarten waren zu beschließen.

Trotz der Zuweisung durch das Land zahlt die Gemeinde für den Kindergarten noch 390 Euro pro Monat und Platz, das sind immerhin rund 250 000 Euro im Jahr. Die Landesregierung empfiehlt eine Deckung der Betriebskosten durch die Eltern von 20 Prozent. Die Gemeinde liegt, wie in den vergangenen Jahren, bei einem Beitrag von rund 15 Prozent, erläuterte Kämmerer Fürst. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, den Beitrag für das nächste Jahr um acht Prozent zu erhöhen und für 2019 nochmals um drei Prozent. Damit sei die Erhöhung für die Eltern im Vergleich mit anderen Gemeinden immer noch moderat, sagte Kurt Fürst.

Im Kindergarten Ehingen ist wieder mehr Platz erforderlich, berichtete Bürgermeister Lehmann, denn gemäß der vorliegenden Anmeldungen sind für 2017/2018 alle Plätze belegt. Nach Angaben der Leiterinnen Hornstein und Keller werden gerade Plätze für Kinder unter drei Jahren nachgefragt. Aufgrund der geplanten privaten Bauvorhaben werde sich die Kinderzahl eher noch erhöhen, vermutet Bürgermeister Lehmann. Deshalb soll der Kindergarten Ehingen erweitert werden. Spiegelbildlich zu dem in diesem Jahr eingeweihten Anbau wird ein gleicher Anbau für eine Gruppe mit Kindern unter und über drei Jahren in Angriff genommen. Das Architekturbüro Fiedler wird beauftragt, die Planung für den weiteren Anbau schnellstmöglich zu erstellen und den Bauantrag vorzubereiten. Die Finanzierung wird in den Haushalt 2018 aufgenommen.

Der Bürgermeister rechnet mit Baukosten von 450 000 Euro. Dabei werden 120 000 Euro aus dem Investitionsprogramm des Bundes beantragt und 150 000 Euro werden als Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock erwartet. 180 000 Euro sind dann noch aus der allgemeinen Rücklage der Gemeinde beizusteuern.

Die Stelle der Schulleitung an der Grundschule muss für das Schuljahr 2018/2019 neu besetzt werden. Schon im Amtsblatt Kultur und Unterricht ausgeschrieben, mussten für die Auswahlkommission Vertreter und Stellvertreter des Schulträgers, also der Gemeinde bestimmt werden. Der Bürgermeister wurde als Vertreter der Gemeinde in die Kommission gewählt. Sollte er verhindert sein, wird ihn Gemeinderat Erich Folke vertreten.