"Vergelt's Gott" und "Dankeschön für alles" – diese Worte galten dem Jubilar Alfons Giner aus Mühlhausen. Zur Feier seines 40. Jubiläums als Mesner der Josefs-Kapelle waren Bürger und langjährige Wegbegleiter in die Josefs Kapelle nach Mühlhausen gekommen. Sie setzten ein Zeichen für ihre Wertschätzung eines Menschen, der sich für das Gemeinwohl einsetzt.

Giner ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied im Gemeinde- und im Pfarrgemeinderat, er war Gründungsmitglied des Jugendtreffs Bömmle in Ehingen, für den er sich bis heute engagiert. Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Zimmermann und Diakon Pirmin Späth galt alle Aufmerksamkeit Alfons Giner und den Gratulanten. Diözesanleiterin Ilona Braun aus Tuttlingen überreichte eine Urkunde und die Mesner-Kerze. Eine 28-jährige Freundschaft verbindet Giner mit Justin Westermann, der als Jugendleiter der Pfarrei St. Georg in Grenzach-Wyhlen mit allen Ministranten gekommen war.

Michael Biethinger, Pfarrgemeinderats-Vorsitzender der Seelsorgeeinheit Oberer Hegau, blickte in seiner Ansprache zurück ins Jahr 1978, als Alfons Giner vom damalige Pfarrer Burkardt als Mesner in der Josefs Kapelle eingeführt wurde. "Elf Jahre warst du da alt und noch Ministrant", erläuterte Biethinger den Begriff Mesner. Er bedeute "zum Haus gehörig" und schließe den Gottesdienst und Dinge wie Blumenschmuck und die Pflege des Sakralbaus mit ein. Der Mesner sei der erste, der kommt und die Kapelle aufschließt und der letzte, der geht und wieder abschließt.

"Das machst du nun seit unglaublichen 40 Jahren und man kann durchaus sagen, dass es in dieser Zeit deine Kapelle geworden ist." Biethinger zählte noch weitere Verdienste auf, alle könne er aus Zeitgründen gar nicht nennen. Mit einem "Vergelt's Gott" dankte auch Alfons Giner, als elfjähriger Mesner habe er Unterstützung gebraucht. Sein Dank galt auch Artur Kentischer, der schon seit über 70 Jahren Mesner in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Mühlhausen ist.