Bei einem Benefiz-Konzert an den Uferanlagen in Iznang von Mooser Musikern und dem Einsammeln von Spenden auf einem Parkplatz durch die Gemeinderäte und den Bürgermeister kam mehr Geld als erwartet zusammen. Bürgermeister Patrick Krauss konnte daher der Sprecherin des Hilfswerks Caritas International einen Spendenscheck über 11.500 Euro im Mooser Bürgerhaus für eine Nothilfe in der Ukraine überreichen.

Caritas-Sprecherin Ursula Finger zeigte sich von der Aktion ergriffen. Sie habe zwar öfter erlebt, dass ein Verein oder eine Kirchengemeinde sammeln würde. Darüber sei sie sehr dankbar. Doch in Moos seien gleich viele Vereine und Gemeinderäte als ein riesiges Team aufgetreten. Diese Zusammenarbeit habe sie beeindruckt. Acht Vereine, vier Gewerbebetriebe, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Mitglieder des Gemeinderats wirkten bei der Sammelaktion mit.

Was die Caritas in der Ukraine macht

In den 19 noch geöffneten ukrainischen Zentren der Caritas International bietet die Hilfsorganisation für gewöhnlich ein Angebot für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie für Behinderte und Drogenabhängige an. Diese Zentren wurden im Krieg zu einer Notaufnahme für schutzsuchende Menschen, erläuterte Ursula Finger. In den Zentren erhalten die Menschen in Not warme Mahlzeiten, Decken und einen geschützten Platz zum Schlafen. Viele ukrainische Bürger verstecken sich in Kellern oder U-Bahnschächten und werden von Mitarbeitern und auch vom Direktor versorgt, berichtet sie. Die Mitarbeiter verteilen Pakete mit Lebensmitteln und Wasserkanister wie auch Hygieneartikel und Medikamente.

Kriegstraumatisierte sollen verstärkt von Sozialarbeiter und Psychologen betreut werden, so Ursula Finger. Die Caritas-Programme für Jugendliche und Kinder werden – solange es die Lage erlaubt – weiterhin aufrecht erhalten. Mit Freiwilligen organisieren die Mitarbeiter innerhalb der Ukraine sichere Transporte von vertriebenen Familien zu ihren Angehörigen. Vor Ort gibt es auch eine Telefon-Hotline, denn vertrauenswürdige und verlässliche Informationen seien jetzt überlebenswichtig, so Finger.

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