Helmut Richer von der freiwilligen Feuerwehr Radolfzell berichtet von drei kleineren Einsätzen, bei denen sein Team vollgelaufene Kellerräume wieder leerpumpen musste. „Insgesamt waren wir aber nie länger als zwei Stunden pro Einsatz unterwegs“, fasst der Leiter des Fachbereichs Feuerwehr und Bevölkerungsschutz zusammen.

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In einem Fall sei die Hebeanlage eines Hauses defekt gewesen. Das viele Wasser konnte deswegen nicht mehr abgeleitet werden. Richter: „Bei den anderen beiden Fällen ist noch unklar, wie das Regenwasser in die Kellerräume gelangen konnte.“

Die Feuerwehr ist laut Thomas Zimmermann, Zugführer des Technischen Hilfswerks (THW) Radolfzell, bei ihren Einsätzen im Landkreis Konstanz weitestgehend nicht auf die Unterstützung des THW angewiesen gewesen.

Während die Pumpe das Wasser aus einem Gebäude pumpt, bleibt nichts außer abzuwarten.
Während die Pumpe das Wasser aus einem Gebäude pumpt, bleibt nichts außer abzuwarten. | Bild: Feuerwehr Öhningen

Von Glück sprach Kommandant Peter Jetter in Gaienhofen. Dort sei kein einziger Anruf eingegangen. „Wir haben das Wasser im See gelassen“, merkte er an. Anders sah die Lage in Öhningen aus. „Wir hatten einen Einsatz in der Waldheimstraße im Ortsteil Schienen“, sagte Anton Osterwald von der Feuerwehr.

„Hier ist eine Einfahrt und die dahinter liegende Werkstatt vollgelaufen.“ Der Einsatz habe sich über drei Stunden gezogen, da nach dem Abpumpen zusätzlich die Ursache behoben werden musste: Ein verstopfter Schacht habe dazu geführt, dass das Regenwasser nicht abfließen konnte und über die Straße in die Einfahrt gelang.

Kontrollfahrt durch den Ort

Die freiwillige Feuerwehr Moos hatte am Wochenende neben Radolfzell ebenfalls drei Einsätze. „Zwei davon waren direkt in Moos und einmal mussten wir nach Iznang ausrücken“, so der Kommandant Karl Wolf. Alle Einsätze seien am Samstag zwischen 12 und 20 Uhr gewesen.

Weiter erklärt er: „Am Montag bin ich vorsorglich nochmal durch das Dorf gefahren, um zu schauen, an welchen Stellen wir eventuell erneut nachhelfen müssen.“ Es sei ihm allerdings keine verdächtige Stelle aufgefallen.

Feuerwehr-Einsatz in Iznang: Wegen des Hochwassers ist in Izngang ein Keller voll mit Wasser gelaufen. Die Einsatzkräfte installierten eine Tauchpumpe, um das Wasser wieder abzupumpen.
Feuerwehr-Einsatz in Iznang: Wegen des Hochwassers ist in Izngang ein Keller voll mit Wasser gelaufen. Die Einsatzkräfte installierten eine Tauchpumpe, um das Wasser wieder abzupumpen. | Bild: Feuerwehr Öhningen

Auch in Moos und Iznang gab es vollgelaufene Keller. In einem Haus habe es zwar eine installierte Pumpe gegeben, die durch die vielen Wassermassen aber nach einiger Zeit überfordert war, so der erfahrene Kommandant.

„Eine Hausbesitzerin rief uns an und meinte, sie sei bereits mehrere Stunden damit beschäftig, das eindringende Wasser mit Tüchern aufzusaugen“, erklärt Wolf. Damit sei sie nach einiger Zeit aber nicht mehr hinterhergekommen und rief die Feuerwehr.

In allen Fällen habe die Feuerwehr entsprechende Ausrüstung installiert und auch vor Ort gelassen. „So können sich die Bewohner selbst schützen, falls nochmal Wasser eindringen sollte.“ Sobald sich die Lage entspannt, müssen die Bewohner die geliehenen Wasserpumpen wieder abgeben. Von dieser schnellen Hilfe waren die Menschen begeistert und dankbar, freut sich Wolf.

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