Nachdem der Iznanger Töpfermarkt im Jahr 2020 pandemiebedingt ausfallen musste, hat er nun zur Freude von Besuchern und Ausstellern an einem neuen Standort wieder stattgefunden.

Für die Töpfermarkt-Veranstalter Sabina Hunger und Felix Sommer waren die vergangenen Monate, wie sie selbst sagen, ein „Wechselbad der Gefühle“: Lange Zeit war ungewiss, ob und an welchem Standort der Markt stattfinden kann.

Seitens der Gemeinde gab es zunächst eine Zusage für einen Standort am Ufergelände in Iznang, diese wurde jedoch wieder zurückgezogen und stattdessen der Parkplatz an den Sportanlagen im Mooswald als Austragungsort angeboten.

Kein Grund zur Sorge

Die beiden Veranstalter hatten sich vorab Sorgen gemacht, ob der neue Veranstaltungsort von den Besuchern angenommen würde. Bereits am späten Samstagnachmittag freute sich Felix Sommer dann aber über die Akzeptanz des neuen Standorts und die positive Resonanz sowohl von Ausstellern als auch Besuchern. „Wir hatten zunächst die Zusage von 72 Ausstellern bekommen, davon sind nach einigen Absagen letztendlich 64 Aussteller gekommen, damit sind wir angesichts der Umstände sehr zufrieden“, sagte Felix Sommer.

Auch die Besucher zeigten großes Interesse und besuchten den Töpfermarkt sogar gezielter als am Standort mitten in Iznang. Der Mooswald wurde unter anderem deshalb als Austragungsort gewählt, weil das Gelände wesentlich weitläufiger ist als der bisherige Standort und die Besucher zudem an einem zentralen Eingang registriert werden können.

Aussteller schätzen gute Organisation

Viele der Aussteller kommen schon seit Jahren zum Töpfermarkt nach Iznang und schätzen neben der hohen Qualität der ausgestellten Stücke auch die professionelle Organisation.

Jana und Igor Bahor betreiben in Slowenien eine Keramikwerkstatt. Sie sind zum dritten Mal Aussteller beim Iznanger Töpfermarkt.
Jana und Igor Bahor betreiben in Slowenien eine Keramikwerkstatt. Sie sind zum dritten Mal Aussteller beim Iznanger Töpfermarkt. | Bild: Petra Reichle

Jana und Igor Bahor, die ihre Keramikwerkstatt in Slowenien als Familienbetrieb führen, sind bereits zum dritten Mal als Aussteller beim Töpfermarkt dabei. Sie seien mit dem neuen Standort im Mooswald sehr zufrieden, sagte Igor Bahor. Sowohl die Zahl der Besucher als auch deren Interesse sei ausgesprochen gut. Und der neue Standort biete durchaus Vorteile, weil sich die Besucher gezielt auf den Weg machen würden und entsprechend großes Interesse zeigten.

Keramikpreis zu „Heads and Faces“

Höhepunkt des Iznanger Töpfermarkts war auch in diesem Jahr die Verleihung des Keramikpreises. Das Motto „Heads and Faces“ wurde von Veranstalterin Sabina Hunger ausgewählt. „Wie jedes Jahr wurde ein Motto gewählt, das sehr breit aufgestellt ist. So kann sich jeder Keramiker darin wiederfinden und es kann in allen angewandten Techniken umgesetzt werden“, erklärte sie.

Die Jury bestand aus Beate Bentele (Herausgeberin des Keramikmagazins Brand-heiß), Klaus Gutowski (Leiter des Majolika Karlsruhe), Arthur Mehlstäubler und Katja Plankenhorn (beides Kunsthistoriker). Die Experten vergaben den dritten Preis an Helga Schmid, deren Mann Horst Schmid-Köhler den Preis in ihrem Namen entgegennahm.

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Zudem wurden in diesem Jahr zwei erste Preise vergeben. Diese gingen an die Italienerin Antonella Facci und den Stockacher Martin Schubert, der seine Siegesprämie spontan für den Nachwuchs spendete. „Die Jugend und der Nachwuchs sind mir sehr wichtig, mit dem Preisgeld möchte ich sie unterstützen“, so Schubert. Veranstalterin Sabina Hunger sagte, ein Nachwuchspreis sei bereits angedacht und könne eventuell schon im kommenden Jahr erstmals vergeben werden.