Die Forderungen von Anwohnern finden keinen Niederschlag: Sie konnten zum Bebauungsplan Obere Reute in Moos ihre Stellungnahmen und Wünsche äußern. Der Gemeinderat berücksichtigt sie aber nicht, wie aus der jüngsten Sitzung hervorging.

Wie viele Wohnungen zulässig sind

Der Gemeinderat hatte im Mai den Bebauungsplan geändert mit Blick auf die höchstzulässige Anzahl von Wohnungen. Konkret ging es um maximal drei, in Doppelhaushälften maximal vier Wohneinheiten – nördlich des Fußwegs. Südlich sollen es bei der Bebauung von Grundstücken höchstens zwei und bei Doppelhaushälften eine Wohneinheit sein. Mit diesem Beschluss ging die Gemeinde ins öffentliche Verfahren. „Die Behörden hatten keine Bedenken“, erläuterte Stadtplanerin Bettina Nocke im Gemeinderat.

Das wollen die Anwohner

Nocke stellte die Stellungnahmen von Anwohnern vor. Diese forderten zum Beispiel Gebäudelängen im gesamten Planungsgebiet von maximal 16 Metern bei Einzel- und Doppelhäuser, eine Reduzierung der Geschossflächenzahl von 0,8 auf 0,6. Dies sei ausreichend für ein zeitgemäßes Wohnen, gab Nocke die Begründung wieder. Die Stadtplanerin war anderer Ansicht. Eine Reduzierung sei auch angesichts der gezahlten Preise zu weitreichend und damit würde keine Verbesserung erreicht. Eine Geschossflächenzahl von 0,8 reiche bereits heute nicht aus, um die Grundflächenzahl von 0,35 auszunutzen.

Nicht für die Gestaltung

Ein Bebauungsplan sei für eine Gestaltung der Gebäude nur bedingt tauglich: Im Prinzip setze er nur den Rahmen, den der Architekt mit einem Haus ausfüllen darf. Nachdem der Gemeinderat die Einwürfe der Anwohner nicht berücksichtigt hatte, hat er den Babauungsplan beschlossen.