Zahlreiche Feuerwehren aus Baden-Württemberg sind einem Aufruf des Landesfeuerwehrverbands (LFV) gefolgt und haben dringend benötigtes Material für das Erdbebengebiet in Kroatien zur Verfügung gestellt. Dies berichtet die Feuerwehr Moos in einer Presseinformation.

Mehrere starke Erdbeben hatten die Region rund um Petrinja am 29. Dezember und an den folgenden Tagen erschüttert und starke Schäden angerichtet. Häuser und Einrichtungen wurden zerstört, mehrere Menschen kamen bei den heftigen Beben ums Leben.

2,5 Tonnen Hilfsgüter aus Moos

Auch die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Moos beteiligte sich an der Hilfsaktion: sie brachte Lebensmittel, warme Kleidung und sonstige Artikel des täglichen Bedarfs sowie eine Ausstattung an Jäger-90-Jacken für die kroatischen Feuerwehren nach Bad Krozingen, dem Startpunkt des Hilfskonvois.

Geplant war die Fahrt nach Bad Krozingen mit dem Mannschaftstransportwagen (MTW), als aber in kürzester Zeit 2,5 Tonnen und 188 Packstücke zusammenkamen, fuhr die FFW Moos mit dem 7,2 Tonner-Gerätewagen (GW-T) plus Anhänger des Musikvereins Bankholzen.

Hilferuf kam über Gerhard Lai

„Der Hilferuf aus Kroatien erreichte uns über unseren ehemaligen Landesverbands-Vizepräsidenten Gerhard Lai“, wird Karl Wolf, Kommandant der Feuerwehr Moos, in der Mitteilung zitiert. „Wir sind schnell, aber diese Blitz-Spendenaktion war einfach gigantisch. Was innerhalb von 24 Stunden zusammengekommen ist und wie hilfsbereit die Menschen waren, die über soziale Medien und Mundpropaganda daraufhin schnell reagiert haben. Schade, dass wir keinen Vorlauf hatten. Von vielen haben wir gehört, dass sie es zu spät erfahren haben.

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Aber auch wir haben dazugelernt und werden unsere Präsenz in den sozialen Medien weiter ausbauen, so dass ein weitreichender Aufruf dann auch mehr Menschen im Kreis Moos erreicht. Allen, die bereit waren zu helfen, danken wir ganz herzlich.“ Am 1. Januar setzte sich der Hilfskonvoi, bestehend aus 15 Sattelzügen mit mehr als 100 Tonnen Ladung, von Bad Krozingen aus in Richtung Kroatien in Bewegung, wo er nach 16 Stunden Fahrt und 1.000 Kilometer ankam und von 300 Helfern erwartet wurde.