Die Mitarbeiter des Rathauses in Moos kommen seit einigen Wochen nahezu lautlos daher. Das liegt an ihrer neuen Motorisierung: Seit dem die Stadtwerke Radolfzell direkt vor dem Rathaus eine Ladesäule samt mietbarem Elektroauto eingerichtet haben, fahren Bürgermeister Patrick Krauss und seine engeren Mitarbeiter möglichst oft elektrisch zu ihren Terminen. Das sind in Zeiten von Corona zwar deutlich weniger als unter normalen Bedingungen, aber schon jetzt können die Beteiligten sagen, dass der Umstieg auf das Mietfahrzeug ein echter Gewinn ist.

Fahrzeug wird täglich genutzt

„Wir sind jeden Tag damit unterwegs“, sagt Bürgermeister Krauss, „dienstlich fahre ich mit dem Auto, wenn es da ist“. Noch kann das Mooser Rathaus-Team fast exklusiv auf den elektrisch angetriebenen Renault Zoe zurückgreifen, denn Privatpersonen nutzen ihn bisher selten. Dabei wäre das durchaus möglich. Das Fahrzeug kann gegen eine Gebühr von zwei Euro pro Stunde und 21 Cent pro gefahrenem Kilometer ausgeliehen werden.

Dazu ist eine einmalige Anmeldung mit Ausweis, Fahrerlaubnis und Bankverbindung oder Kreditkarte notwendig. Mit der Registrierung können die Nutzer deutschlandweit auf einen Verbund von Car-Sharing-Anbietern zugreifen und die Angebote auch in anderen Städten und Kommunen nutzen. Als mögliche Zielgruppen für das Elektroauto zum Teilen haben die Stadtwerke Radolfzell die Einwohner, Touristen und Kleingewerbe im Fokus.

Gemeinde zahlt 300 Euro pro Monat

Obwohl die Fahrten der Rathausmitarbeiter derzeit nicht sehr zahlreich sind, hält Bürgermeister Krauss das Mietmodell für wirtschaftlich attraktiv. Mit den Stadtwerken hatte die Gemeinde einen Pauschalbetrag von 297,50 Euro pro Monat vereinbart, um das Auto während der Arbeitszeiten exklusiv zu nutzen. Das wurde nachträglich in eine 40-Stunden-Pauschale geändert. Je mehr das Auto in dieser Zeit vom Rathaus genutzt wird, desto eher rechnet sich das Mietmodell für die Gemeinde. Unter anderem fährt mittlerweile auch der Gemeindevollzugsdienst mit dem E-Auto umher.

„Damit rechnet sich das für die Gemeinde allemal“, sagt Krauss. Eine endgültige Aussage über die Wirtschaftlichkeit möchte er aber noch nicht machen. Über die Verwaltung haben auch weitere Mitarbeiter der Gemeinde die Möglichkeit, das Fahrzeug zu nutzen. Alle genießen das etwas andere Fahren: „Es ist ein bisschen ungewohnt, aber es macht Spaß“, sagt zum Beispiel Martina Stoffel, Leiterin des Haupt- und Bauamtes der Gemeinde Moos. Die Handhabung mit der Anmeldung und Buchung empfindet sie als „unkompliziert und einfach“ wie sie sagt.

Anmeldung und Bedienung über App

Die wird über eine App abgewickelt, die man auf seinem Mobiltelefon installieren muss. Die App beinhaltet auch den Schlüssel zum Auto. Damit wird es geöffnet und startbereit gemacht. „Dann muss man nur noch das Stromkabel entfernen und kann losfahren“, erklärt sie weiter.

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Weil die gesamte Energie vom Start weg auf die Räder übertragen wird, „muss man mit dem Gas ein wenig vorsichtig sein“, lässt Krauss noch wissen. Aber das kann leicht anders eingestellt werden. Überhaupt genießen die Rathausmitarbeiter die einfache Handhabung: „Wir kommen alle super damit zurecht“, sagt der Bürgermeister. In Zukunft möchte er zumindest in Teilen ganz auf das Auto verzichten: „Wenn ich in Moos wohne, möchte ich mein Auto stehen lassen“, kündigt er an.

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