Die Pläne für die geplante Seniorenwohnanlage im Mooser Ortsteil Iznang werden immer konkreter. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte der beauftragte Architekt Daniel Oberschelp ein weiteres Mal die überarbeiteten Pläne für den Komplex in der Seestraße vor. Auf der Fläche der vormaligen Gastwirtschaft Alte Wirtsstube sind insgesamt drei Gebäude geplant. Sie sollen nach der jüngsten Überarbeitung nur noch 18 statt der bisher vorgesehenen 20 Wohneinheiten bereitstellen. „Die Wohneinheiten erschienen uns zu klein“, erklärte Oberschelp dazu.

Auch optisch hat es einige Veränderungen gegeben. So erhält das Langhaus, das sich in seiner Größe und Form am Bestandsgebäude orientiert, nun vier statt der ursprünglichen drei Gaupen. Weitere Modifizierungen wurden im Aufzugsbereich vorgenommen. Optisch wird sich das kleinste der drei Gebäude, dass weiterhin vom angrenzenden Campingplatz genutzt wird, durch eine Holzfassade von den Hauptgebäuden abgrenzen. Insgesamt zeigten sich die Gemeinderäte von den Anpassungen in den Plänen angetan: „Die vielen Sitzungen haben sich gelohnt. Nun hat es sich zusammengefügt“, befand Irmhild Kalkowski (RGL), die selbst als Architektin tätig ist.

„Keine Gefahr, dass sich aus der Anlage heraus ein Parkdruck ergibt“

Der größte Gesprächsbedarf ergab sich anschließend bei der Einschätzung der Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden. Gleich mehrere Anwohner in der unmittelbaren Umgebung befürchteten durch den zunehmenden Verkehr in dem Bereich eine Beeinträchtigung ihrer persönlichen Umstände. Während ein Einspruch einen zunehmenden Parksuchverkehr in der Umgebung in Aussicht stellte, wollte ein direkter Nachbar des Bebauungsgrundstücks die Anzahl der Parkflächen auf diesem einschränken.

Beide Einsprüche wurden von Stadtplanerin Bettina Nocke entkräftet: „Wir sehen keine Gefahr, dass sich aus der Anlage heraus ein Parkdruck ergibt“, sagte sie. Gleichzeitig verwies sie auf die Tatsache, dass selbst nach der Verringerung der Wohneinheiten die Anzahl der Stellplätze auf dem Gelände gleich bleibe. Im Hinblick auf die konträren Einsprüche verwies sie auf die gegenläufigen Einschätzungen der Bürger: „Da kann man einmal sehen, wie unterschiedlich die Bedürfnisse sind. Einer möchte die Stellplätze auf dem Gelände, der andere wünscht sie sich dort weg“, erklärte sie.

Der Bebauungsplan Seestraße Nord wurde ebenfalls behandelt

Mehr Entgegenkommen bei Überplanung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes konnten indes die Behörden erwarten. Grundsätzlich wurden deren Anregungen übernommen, wie Bettina Nocke betonte. So hatte der BUND unter anderem gefordert, dass Schottergärten – obwohl mittlerweile gesetzlich untersagt – noch einmal ausdrücklich in dem Bebauungsplan verboten werden. Direkt angrenzend an das Planungsgebiet wurde in einem weiteren Tagesordnungspunkt der Bebauungsplan Seestraße Nord behandelt. Auch dort gab es Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und aus der Behördenvoranhörung in die Pläne zu integrieren.

Der Wunsch eines einzelnen Anwohners führte dabei zu einer kleinen Grundsatzdebatte. So wünschte sich der Antragsteller die Überbauung einer Terrasse eines Bestandsgebäudes für eine altersgerechte, barrierefreie Wohnung. Dem wollten die Planerin und der Gemeinderat allerdings nicht folgen. „Auch wenn ich den Wunsch nachvollziehen kann, müssen wir davon absehen. Dadurch würde die maximale Grundflächenzahl überschritten. Und so etwas müsste dann für alle gelten“, erklärte Bettina Nocke. Ihrem Rat folgte der Gemeinderat und ließ keine individuelle Erweiterung des Gebäudes zu.