Der alte Hafen in Moos muss aufwendig saniert werden. Der Grund: Ein kleiner Bach unterspült bei dessen Mündung in den alten Hafen den mit Pappeln bepflanzten Damm. Dadurch droht der Molen-Damm am Kopfende abzubrechen. Eine Molen-Befestigung mit Trägerbohlwänden könnte künftig das Abrutschen des Damms verhindern.

Ein geologisches Gutachten soll nun ermitteln, ob eine solche Befestigung dort funktionieren würde. Dafür stellte der Gemeinderat Moos Mittel in Höhe von 22.000 Euro bereit. Diese berücksichtigen auch die Honorare für das Ingenieurbüro, das für die vier Planungsphasen beauftragt wurde.

Auch eine Sedimentanalyse wurde beauftragt

Zudem wurden Mittel in Höhe von 19.300 Euro für Sedimentanalysen bereitgestellt. Und außerdem dafür, die Sedimente aus dem Hafen Moos abzusaugen. Das ist deshalb nötig, weil die Strömung der Aach Ablagerungen in das Hafenbecken spült und dort immer mehr Fläche zu Land werden lässt.

Je nach Wasserstandhöhe konnten Mieter ihre Boote nicht mehr an Liegeplätze legen oder hatten mit ihren Booten Schwierigkeiten, vom Liegeplatz in den offenen Seebereich zu gelangen.

Befangenheit bei Sanierung

Gleich zu Beginn der Sitzung stellte Bürgermeister Patrick Krauss klar: „Sanierungen haben Einfluss auf Liegeplatzmieter, da er die Leistungen umgelegt bekommt.“ Dadurch hätten Mieter aus Reihen des Gemeinderats (respektive deren Verwandte bis zum Dritten Grad) Vor- beziehungsweise unmittelbare Nachteile zu erwarten und seien im Beschluss befangen. Doch so weit ist es noch nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

„Dass wir etwas gegen das Abrutschen machen können, steht bereits fest“, so Krauss: Doch was genau müsse mittels eines geologischen Gutachtens herausgefunden werden, dem der Gemeinderat grünes Licht gab. Die Sanierung im alten Hafen sei eine Maßnahme zum Werterhalt und könne im investiven Haushalt veranschlagt werden.

Geld für die Ausbesserung ist da

Im Gemeindehaushalt lägen 2,5 Millionen Euro auf der hohen Kante, so Patrick Krauss: Durch nicht umgesetzte Maßnahmen hätte die Gemeinde Mittel für Investitionen. Der Beschluss für die vorbereitenden Maßnahmen diene als Grundlage dafür, wie die Gemeinde langfristig planen könne – wie zum Beispiel für das Ausschreiben benötigter Hölzer.

Zur Antragsstellung beim Landratsamt für das Absaugen der Hafenanlage sei zudem eine Bodenanalyse notwendig. Je nach Schadstoffinhalt könnten auf die Gemeinde weitere Kosten bei der Sedimententsorgung in Sondermülldeponien zukommen.