Ab heute befindet sich ganz Deutschland wieder in einem Teil-Lockdown. Dieser soll erst einmal vier Wochen dauern. Der Mooser Gemeinderat hingegen beschäftigt sich mit der Planung von Veranstaltungen unter Coronabedingungen im Sommer 2021. Der Töpfermarkt im kommenden Jahr könnte theoretisch in der Uferanlage Iznang stattfinden. Das hat man jetzt in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.

Das Problem war, das Einlasskontrollen nicht umsetzbar waren

Hintergrund der Überlegungen war der Ausfall der Veranstaltung in diesem Sommer aufgrund der Corona-Pandemie. Die Schwierigkeit bei der Durchführung des Marktes sei die Auflage des kontrollierten Einlasses gewesen.

Um einen Markt konform nach den Verordnungen stattfinden lassen zu können, wäre ein abgesperrter Platz notwendig. Nur so könnte man die Zuströme erfassen und reglementieren.

Uferanlagen sollen der geeignetere Standort sein

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort ist man letztendlich auf die Uferanlage in Iznang gekommen. Weitere Standort fielen aufgrund der Nutzung, Infrastruktur, Platzkapazität und im Hinblick auf das Parken aus den Überlegungen heraus.

Ganz ohne Diskussionen wollte der Rat die Entscheidung jedoch nicht treffen. Insbesondere die terminliche Überschneidung des in der Vergangenheit zeitgleich stattfindenden Strandfestes des Narrenvereins Iznang sorgte für Gesprächsstoff.

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Karlheinz Bölli (UWV) wollte einem Töpfermarkt in den Uferanlagen nicht zustimmen, wenn dadurch das Strandfest nicht stattfinden könnte: „Ich sehe nicht ein, dass das Strandfest nicht am gewohnten Standort stattfinden kann. Ich will nur verhindern, dass es hier Ärger gibt“, erklärte er. Diese Konkurrenzsituation wollten andere im Rat nicht erkennen: „Es gibt keine Konkurrenz der Veranstaltungen.

Sorge um Konkurrenz zum Strandfest des Narrenvereins

In der Vergangenheit haben beide voneinander profitieren können“, befand Fraktionskollege Frank Riester. Ohnehin ging es der Verwaltung bei dem Tagesordnungspunkt nicht darum, eine Entscheidung hinsichtlich der einen oder anderen Veranstaltung zu tätigen. „Es geht darum, ein Signal zu setzen“, erklärte Bürgermeister Patrick Krauss.

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Daher hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Töpfermarkt in einer einmaligen Ausnahme im Jahr 2021 in der Uferanlage stattfinden lassen zu können, falls ein regulärer Betrieb im nächsten Juli Jahres nicht möglich wäre. Die Ausgangssituation sei für die Betreiber und Beschicker des Marktes ohnehin gerade nicht rosig.

So haben die Organisatoren Bettina Hunger und Felix Sommer gegenüber der Gemeinde die Sorge geäußert, dass sich bei einem weiteren Ausfall der Veranstaltung nur noch schwerlich Handwerker finden lassen würden.

Noch ein Jahr ohne Töpfermarkt könnte sein Ende bedeuten

Dabei würde auch die Konkurrenzsituation zu anderen Töpfermärkten in der Region, zum Beispiel Überlingen und Gailingen, sowie die generell finanziell angespannte Situation der Handwerker eine Rolle spielen.

Eine Einstellung des Töpfermarktes möchte man in jedem Fall verhindern: „Das wollen wir nicht“, sagte Patrick Krauss dazu knapp. Trotz des festen Termins wurde im Gemeinderat der Wunsch laut, dass man über eine zeitliche Verlegung nachdenken sollte, damit beide Veranstaltungen stattfinden können.

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