Ein Bauvorhaben im Mooser Ortsteil Bettnang hat jetzt zu einer Änderung des Bebauungsplans geführt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, den Teilort durch eine Präzisierung des Plans so abzusichern, dass das Erscheinungsbild nicht zu stark verändert wird. Dabei geht es insbesondere um maximale Bauhöhen, denn diese wurden im bestehenden Bebauungsplan für Bettnang nicht festgelegt.

Auslöser des Verfahrensantrags war ein Bauantrag, der für zahlreiche Diskussionen im Mooser Ortsteil gesorgt hatte. „Es ist wichtig, dass in Bettnang wieder Frieden herrscht“, fasste Bürgermeister Patrick Krauss die Motivation für die Anpassung im vereinfachten Verfahren zusammen. Bei der fehlenden Angabe zu den Bauhöhen handelte es sich offenbar um eine ungewollte und unbewusste Unterlassung.

„Alle Parameter im Plan“

Nach Auskunft von Claudia Mann vom Landesdenkmalamt in Freiburg, die in der Gemeinderats-Sitzung per Videoschalte präsent war, sind „eigentlich alle Parameter, die denkmalschutzrechtlich relevant sind, im Plan“, wie sie sagte. Die für den Denkmalschutz ausschlaggebenden Dinge sind das „Erscheinungsbild des Schutzgebietes“, wie Claudia Mann weiter erklärte.

Bettnang wurde seinerzeit in seinem Kerngebiet praktisch gesamtheitlich geschützt. Der Weiler wurde 1385 erstmals urkundlich erwähnt und ist mit 104 Einwohnern der kleinste Teil der Gemeinde Moos. Von den 28 Gebäuden sind fünf bereits auf dem Gemarkungsplan von 1872 zu finden und eindeutig schon vor 1808 errichtet worden.

Mehrere Gebäude denkmalgeschützt

Die ländliche Siedlungsform des 18. und 19. Jahrhunderts ist in Bettnang noch deutlich ablesbar und von historisch bedeutsamem Wert. Der Innenbereich des Orts ist durch dominante historische Gebäude geprägt.

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Im Dorfkern sind fünf landwirtschaftliche Gebäude denkmalgeschützt, des Weiteren ein Brunnen und ein Wegekreuz. Diese Gebäude bilden durch ihre unterschiedliche Stellung entlang der Bettnager Straße ein Ensemble um eine platzartige Freifläche.