Der Gemeinderat in Moos folgte in seiner jüngsten Sitzung dem Wunsch von Albin Lang, dessen Tätigkeit als Gemeinderat noch vor dem Ende der Legislaturperiode zu beenden.

Mit Albin Lang verlässt einer der erfahrensten Ratsmitglieder das Gremium. Zusammen mit Helmut Granser und Anton Bandel (beide CDU) wurde Albin Lang 1994 erstmals in den Gemeinderat gewählt.

Bei den Wahlen ging er als Stimmenkönig hervor

Der 56-jährige Vater von drei Kindern kann mit Fug und Recht als Stimmenkönig seiner Gemeinde bezeichnet werden. In den zurückliegenden vier Kommunalwahlen konnte er jeweils die meisten Stimmen auf sich vereinen. Entsprechend fiel die Reaktion seiner Weggefährten, Mitstreiter und Ratskollegen aus.

Albin Lang genoss parteiübergreifend den Ruf als „sehr kompetenten Gemeinderat“, wie Helmut Granser sagte. Alle Fraktionen drückten Bedauern, aber auch Respekt für seine Entscheidung aus. Bürgermeister Patrick Krauss verneigte sich sogar öffentlich vor seinem Stellvertreter. So viel Aufmerksamkeit war Albin Lang eigentlich gar nicht recht: „Ich habe mich im Gemeinderat nie besonders wichtig genommen“, sagte er.

„Keine einfache Entscheidung“

Die Aufgaben als Selbstständiger und die vielen Amtstätigkeiten seien nicht mehr miteinander vereinbar gewesen: „Das war keine einfache Entscheidung für mich. Aber ich bin der Meinung, wenn man das Amt nicht mehr richtig ausführen kann, dann sollte man es bleiben lassen.“

Als Gemeinderat hat Lang an insgesamt 525 Sitzungsterminen im Rat, dem Hafenausschuss und als Verbandsvertreter in Ausschüssen teilgenommen. 15 Jahre war er stellvertretender Bürgermeister. Die Fülle und der Umfang dieser Tätigkeiten hätten ein Ausmaß erreicht, das ihn nachdenken ließ. „Ich kann meine Arbeit nicht vernachlässigen“, sagte Lang.

Diskussionsfreude sieht er kritisch

Er wohnt in Iznang, ist selbstständiger Fischer und arbeitet im Gemeindewald für den Forst. Nach all den Jahren habe ihn die Diskussionsfreude seiner Ratskollegen mehr und mehr gestört: „Viele Themen werden zu Tode diskutiert – das fällt mir als Selbständiger schwer.“

Dabei hat er die Zeit insgesamt als sehr schön empfunden: „Wir hatten immer einer guten Umgang und auf der Verwaltung war man immer sehr willkommen.“