Noch teilt der Flusslauf der Radolfzeller Aach das Naturschutzgebiet im Aachried in zwei Teile. Nun sollen sich Spaziergänger und Fahrradfahrer auf einen Übergang zwischen Rickelshausen und Moos freuen können, wenn in der Woche nach Ostern eine moderne Aluminium-Holzbrücke montiert sein soll. Die Stadt Singen bezahlt die Brücke zur Hälfte mit, denn die Gemeindegrenze zwischen Moos und Singen mit seinen Ortsteilen verläuft exakt in der Mitte der Aach. Deshalb teilen sich die Eigentümer die Finanzierung der neuen Brücke mit geschätzten Kosten von etwa 250 000 Euro je zur Hälfte.

Aus Alu und Lärchenholz

„Diese Brücke über die Aach stellt eine wichtige Radfahrverbindung zwischen dem Hegau und der Höri dar und wird rege genutzt“, erklärte Ekkehard Sigg von der Abteilung Straßenbau der Stadt Singen die Maßnahme. Bei der turnusmäßigen Überprüfung sei festgestellt worden, dass der Brückenüberbau aus Eichenholz in einem schlechten Zustand und auch die Statik gefährdet gewesen sei, darauf wurde der Antrag auf Genehmigung für einen Ersatz beim Regierungspräsidium Freiburg gestellt.

Die alte Brücke wurde Mitte Februar abgebaut, seither ist der Übergang gesperrt. Um den Belangen des Naturschutzes nachzukommen, wird die Brücke aus Aluminium und Gitterstäben aus Lärchenholz angefertigt. Mit der Herstellung ist die Singener Firma Peter Maier Leichtbau (PML) beauftragt worden. „Die eloxierte Brücke mit einer Spannweite von 26,4 Metern ist drei Meter breit und bekommt einen rutschfesten Bodenbelag, sie wird auf unserem Betriebsgelände zusammengebaut. Dann wird sie mit einem Spezialfahrzeug nach Rickelshausen gebracht und mit einem Kran auf den sanierten Fundamenten montiert“, erklärt Jürgen Best, Projektleiter bei der Firma PML.

Die Fahrradbrücke liegt inmitten des Naturschutzgebietes Radolfzeller Aach, in den Pfeifengras-Streuwiesen gedeihen Pflanzen wie Orchideen, Mehlprimel, Lungen-Enzian und die sibirische Schwertlilie.