Dieser Besuch war mit einigen Strapazen verbunden. Hochsommerliche Temperaturen machten es den Besuchern des 20. Töpfermarktes in Iznang nicht gerade leicht, sich die Stände der rund 70 Aussteller anzuschauen und vielleicht etwas zu kaufen. Doch dies schreckte die Besucher nicht ab, die wieder einmal sehr zahlreich den Weg in den Mooser Ortsteil fanden.

Gut besucht: Bei der 20. Auflage des Iznanger Töpfermarktes sind am Wochenende viele Besucher auf die vordere Höri gekommen. Bilder: Gerald Jarausch
Gut besucht: Bei der 20. Auflage des Iznanger Töpfermarktes sind am Wochenende viele Besucher auf die vordere Höri gekommen. | Bild: Jarausch, Gerald

Hitze als Herausforderung

Aber vermutlich schreckten die hohen Temperaturen den ein oder anderen Keramiker ab, auf den die Organisatoren Sabina Hunger und Felix Sommer in diesem Jahr verzichten mussten. Das schadete dem gewohnt entspannten Ambiente auf dem Töpfermarkt aber keineswegs. Wie immer kamen nur sehr ausgesuchte Keramiker aus dem In- und Ausland den Weg nach Iznang. Unter anderem Kiki und Remy Stierlin aus der französischen Stadt Mulhouse: "Wir waren bereits im vergangenen Jahr hier und sind sehr gerne wieder gekommen. Wir sind extra einen Tag früher angereist, um noch am See spazieren gehen zu können. Uns gefällt es hier sehr gut", sagte Remy Stierlin im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Thomas Benischke töpfert mit der fünfjährigen Larina Schlegel.
Thomas Benischke töpfert mit der fünfjährigen Larina Schlegel. | Bild: Jarausch, Gerald

Auch sonst fanden sich einige Händler und Werkstätten auf dem Töpfermarkt, die bereits in den vergangenen Jahren schon ein- oder sogar mehrmals dabei waren. So auch Stefan Jakob aus Zürich, der auf dem Töpfermarkt seinen Rakubrand in einem holzbefeuerten Ofen vorführte. An anderer Stelle durften die Besucher sogar selbst aktiv Hand anlegen. Auf der neu eingerichteten Aktionsfläche in der "Kurzen Gasse" durften Interessierte zum Beispiel bei Thomas Benirschke an der Zaubertöpferscheibe ein selbst kreiertes Tongut herstellen. Unter den führenden Händen des Fachmanns fertigte unter anderem die fünfjährige Larina Schlegel einen Tonkrug, den sie zuvor selbst gezeichnet hatte.

Der Weg der Besucher auf dem Töpfermarkt in Iznang führte sie vorbei an schön dekorierten Ständen im Umfeld des Iznanger Rathauses (Bildhintergrund). Bild: Gerald Jarausch
Der Weg der Besucher auf dem Töpfermarkt in Iznang führte sie vorbei an schön dekorierten Ständen im Umfeld des Iznanger Rathauses (Bildhintergrund). | Bild: Jarausch, Gerald

Für die meisten Besucher ging es auf dem Töpfermarkt aber vor allem darum, möglichst schöne Stücke aus Ton oder Keramik zu erstehen. Die Auswahl dazu war sehr groß. Von der Gebrauchskeramik im klassischen Design bis hin zu filigranen Objekten und Kunstwerken reichte das Angebot der Aussteller. Ob für den eigenen Haushalt oder Garten oder als exklusives Geschenk – auf dem Markt fand sich für jeden Anlass das Richtige.

Die Juroren bei der Arbeit (von links): Katja Plankenhorn, Arthur Mehlstäubler, Organisatorin Sabina Hunger, Wolfgang Nolting und Velten Wagner (es fehlt Harald Siebenmorgen) diskutieren über eine Arbeit des 16. Iznanger Keramikpreises. Bild: Gerald Jarausch
Die Juroren bei der Arbeit (von links): Katja Plankenhorn, Arthur Mehlstäubler, Organisatorin Sabina Hunger, Wolfgang Nolting und Velten Wagner (es fehlt Harald Siebenmorgen) diskutieren über eine Arbeit des 16. Iznanger Keramikpreises. | Bild: Jarausch, Gerald

Die Waren werden in jedem Fall in die Welt getragen, denn bei Kiki Stierlin seien am Samstag schon Kunden aus den USA gewesen, wie sie berichtete. Zum Thema "Print and Paint" hatten einige Keramiker an dem Wettbewerb im ehemaligen Rathaus teilgenommen. Dort urteilte eine Jury aus Kennern über die Qualität der ausgestellten Arbeiten. Die schönsten erhielten im Anschluss Auszeichnungen des 16. Iznanger Keramikpreises, der in Fachkreisen längst etabliert ist.

Stefan Jakob aus Zürich zeigt, wie der Raku Brand funktoniert. Besucher können selbst erleben, wie die Keramikkunst entsteht. Bilder:Gerald Jarausch
Stefan Jakob aus Zürich zeigt, wie der Raku Brand funktoniert. Besucher können selbst erleben, wie die Keramikkunst entsteht. | Bild: Jarausch, Gerald