Die Atmosphäre ist herzig, die Spiellaune nahe dem Siedepunkt – auf Anregung von Bürgermeister Patrick Krauss und auf Initiative der Nachbarschaftshilfe „von Haus zu Haus“ treffen sich Senioren seit November alle 14 Tage in der Seniorenwohnanlage Moos zum Spiel-Nachmittag. Bis zu 17 Teilnehmer seien teilweise zusammengekommen, so Maria Hensler, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe.

Man müsse Senioren Möglichkeiten zum Zusammensein bieten, so Krauss. Ein Spiel-Nachmittag könne die Bereitschaft wecken, außer Haus zu gehen, sich zu treffen, damit die Kontakte untereinander nicht abreißen.

Gemeinde plant Seniorentreff und Demenz-Beratung

Moos stelle für die Seniorenförderung über das Jahr einen fünfstelligen Betrag zur Verfügung, so Krauss: Neben dem Spiel-Nachmittag sei auch angedacht, in Kooperation mit der Seniorenwohnanlage Moos, der Hilfe von Haus zu Haus, der Pflegeeinrichtung mit Herz und Zeit sowie der Gemeinde einen Seniorentreff sowie eine Demenz-Beratung in der Wohnanlage zu errichten.

Die Nachbarschaftshilfe organisiert den Spiel-Nachmittag und bietet bei telefonischer Anmeldung im Horner Büro eine Fahrgelegenheit zum Treff mit den Senioren der Höri sowie den Mooser Dorf- und Hausbewohnern an.

Senioren schätzen das Angebot

Jürgen Schröder lebt mit seiner Frau in der Seniorenwohnanlage Moos und ist bereits zum dritten Mal beim Spiel-Nachmittag dabei. „Das Spielen bringt die Menschen einander näher“, erzählt der 88-Jährige und fügt hinzu: „Die Hürden zu anderen werden dabei sehr schnell überwunden.“

Für Schröder ist die Mischung von Senioren der Höri und den in der Wohnanlage zurückgezogen lebenden Senioren wichtig, der Spiel-Nachmittag ermögliche ein Zusammenfinden beider Gruppen. Das Ehepaar nutzt die Seniorennachmittage und –frühstücke vorallem wegen der Begegnungen.

Dörthe Schiller aus Moos nutzt die Dienste der Initiative „von Haus zu Haus“ und der Sozialstation. Die Seniorin regte die Spielrunde mit an. Die ehemalige Erzieherin und Ausbilderin kennt das Spielen noch als eigenständiges Fach für den Unterricht. Auch ihr geht es um den Kontakt zu anderen.

Eigene Spiele dürfen mitgebracht werden

Bärbel Liebermann und Maria Göldner engagieren sich als Helferinnen für die Nachbarschaftshilfe. Sie organisieren und betreuen die Senioren beim Spiel-Nachmittag. Senioren können ihre eigenen Spiele mitbringen oder aus dem vorhandenen Fundus auswählen. Wünsche nach besonderen Spielen können von der Nachbarschaftshilfe ermöglicht werden. Den Helferinnen ist es wichtig, dass Ältere mit unterschiedlichen Mobilitätsgraden zusammenkommen können.

Am Dienstag, 7. Januar, beginnt um 15.30 Uhr die neue Spielsaison in der Seniorenwohnanlage im Moosfeld 1. Spielfreudige Senioren dürfen am Haupteingang die Klingel mit der Aufschrift „Pflege“ nutzen.