Die schwere Krise des Schwarzwaldvereins Öhningen-Höri ist überwunden. Im vergangenen Jahr verabschiedeten sich fünf Mitglieder aus dem Vorstand und zogen sich altersbedingt von einer erneuten Kandidatur zurück. Der scheidende Vorstand konnte trotz Verschiebung der Hauptversammlung im 220 Mitglieder zählenden Verein keine Ersatzkandidaten finden. Dem Wander-Verein drohte die Auflösung. Nach einer langwierigen Unterredung konnte die Versammlung sich im letzten Jahr auf fünf Vorstandsmitglieder einigen. In der letzten Hauptversammlung in Moos präsentierte sich der Vorstand nun gestärkt und geeinigt und präsentierte seinen Mitgliedern einen auch finanziell erfolgreichen Jahresabschlussbericht und ein abwechslungsreiches Programm für die nächste Wandersaison.

Eine Folge der Vorstandskrise war die Änderung der Vereinssatzung. Bei einer Auflösung falle nun das Vermögen des Vereines an eine Person des öffentlichen Rechts oder an eine steuerbegünstigte Körperschaft für gemeinnützige Zwecke, erläuterte Schriftführer Peter Schlienz in der Hauptversammlung.

52 Angebote hielt der Verein 2017bereit, nicht nur für die eigenen Mitglieder. Darunter waren Stadtrundgänge, geschichtliche Wanderungen und geführte Exkursionen. In Etappen wurde die Alb umrundet und im Winter mit Schneeschuhen gewandert. Insgesamt legten die Mitglieder in 180 Stunden 449 Kilometer wandernd zurück. Auch gab es einen Computerkurs.

Der Schwarzwaldverein hält Wanderwege in Stand und erneuerte die Brücke im Öhninger Schluchtweg, entfernte gefallene Bäume oder stellte Stufen wieder trittfest her, die Mountain-Biker bei Abfahrten geglättet haben sollen. 136 Arbeitsstunden dauerten die Wiederherstellungen im Vereinsgebiet. In den nächsten Jahren sollen alle zehn Holzbrücken des Schluchtwegs sukzessive in langlebige Metallbrücken ersetzt werden. Wegen der Überalterung und des Mitgliederschwunds der letzten Jahre denkt der Verein über Kooperationen mit Turnvereinen oder Fusionen mit weiteren Wandergruppen nach.