Nach lediglich zehn Tagen konnte das Richtfest für die neue Sporthalle in Moos gefeiert werden. Bürgermeister Patrick Krauss begrüßte neben den beteiligten Firmen und Handwerkern zahlreiche geladene Gäste zu dem feierlichen Anlass. Gleich mehrfach fiel dabei das Wort „Meilenstein“ in seiner Ansprache. Krauss nutzte das Wort vor allem, weil die Sporthalle im Mooswald über rund drei Jahrzehnte die Gemeinde und vor allem den Gemeinderat beschäftigt hat.

Großer Dank an den ehemaligen Bürgermeister

Dort schlug das Pendel lange Zeit in Richtung Nichtumsetzung, weil es der Gemeinde schlichtweg an den finanziellen Möglichkeiten mangelte. Doch zum Ende der Amtszeit von Peter Kessler, der das Bürgermeisteramt zwanzig Jahre ausgeübt hat, wandelte sich die Stimmung im Gremium, so dass man sich tatsächlich zum Bau der lang ersehnten Halle entschloss.

 

Dementsprechend galt ein besonders großer Dank dem ehemaligen Mooser Bürgermeister, der es sich nicht nehmen ließ, dem feierlichen Akt beizuwohnen. „Ohne seinen Willen und Einsatz wäre das nicht möglich gewesen“, befand Bürgermeister Krauss.

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Am Donnerstag feierte man das Richtfest der Halle, die bereits in rund sechs Monaten ihrer Bestimmung übergeben werden soll. Lob erhielten auch die beteiligten Firmen und Handwerker. Allen voran die österreichische Holzbaufirma, die die Grundkonstruktion der Halle in gerade einmal zehn Tagen aufgestellt hat – rund 260 Kubikmetern Holz wurden verbaut.

Sportler bekommen ihre Wunschhalle

Beeindruckt zeigten sich die Besucher und Gemeinderäte von der Größe der Sporthalle. Während Patrick Krauss von einem „beachtlichen Korpus“ sprach, nannte Anne Overlack (RGL) den Rohbau schlichtweg „erstaunlich groß“. Das liegt unter anderem daran, dass man sich im Gemeinderat nach langer Debatte doch zu einer Zweifachsporthalle entschließen konnte. Zunächst hatte man aus Kostengründen eine Eineinhalbfachhalle favorisiert. Dabei war von den Sportvereinen in der Gemeinde ausdrücklich eine Zweifachsporthalle gewünscht worden. Letztlich bekamen die Sportler dann genau das, was sie als notwendig formuliert hatten.

Das Erdreich sorgt für Komplikationen

Dabei kam ihnen ein für die Gemeinde ungünstiger Vorgang zur Hilfe. Denn der Gemeinderat überwarf sich mit dem zunächst beauftragten Architekturbüro, weil dem die Kosten aus dem Ufer gelaufen waren. Nach einem Neuentschluss vergab man die Umsetzung an ein Generalunternehmen. Auf diese Weise konnten Kosten eingespart werden, die eine Zweifachsporthalle ermöglichten.

Doch ohne Tücken ging es auch nach dem Entschluss nicht weiter. Bei den Aushubarbeiten für das Fundament stieß man auf belastetes Erdreich, dass nun teilweise entsorgt werden muss. Glücklicherweise ist der Betrag, den die Gemeinde Moos dafür aufwenden muss, nicht so groß, wie zunächst befürchtet.

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Bürgermeister Krauss konnte auf der Ratssitzung nach dem Richtfest verkünden, dass die zunächst veranschlagten 200 000 Euro sich voraussichtlich auf rund 60 000 Euro reduzieren. Erfreut zeigte sich Krauss auch über den Zeitrahmen. „Wir liegen weiterhin mehrere Wochen vor Bauzeitplanung“, sagte er. Das Einweihungsfest für die Halle sei für den Beginn des nächsten Jahres geplant.