Keine Chance ließen die vier Narrenzünfte der Gemeinde Moos gestern Bürgermeister Peter Kessler und seiner Mannschaft beim Rathaussturm. Obwohl er teuflisch gut vorbereitet für den traditionellen Wettstreit vor dem Bürgerhaus und entsprechend gekleidet war, war die Gegenwehr am Ende nur von kurzer Dauer.

Ob beim Überspringen eines Hindernisparcours, beim Kegeln oder beim schlichten Kraftvergleich – immer hatten Inge Vogler, Brigitte Wiedemann und Sandra Hugenschmidt, die Präsidentinnen der Zünfte aus Iznang, Weiler und Moos, die Nase vorn. Bei der abschließenden Schlüsselübergabe an den stellvertretenden Vorsitzenden der Bankholzer Joppen, Oliver Klink, zeigte sich Peter Kessler auch nicht sonderlich betrübt – im Gegenteil: Man konnte eher den Eindruck gewinnen, dass er die Aussicht auf einige Tage ohne Verantwortung für sein Amt sehr genoss. Diese Haltung zeigte sich bereits zu Beginn der morgendlichen Veranstaltung um acht Uhr. In seiner kurzen Rede an das närrische Volk stellte er wenig Gegenwehr in Aussicht und sprach von einer baldigen Abgabe der Macht an die Zünfte. Ernsthafte Gegenwehr sieht wohl anders aus. Angesichts der kühlen und windigen Wetterverhältnisse verzogen sich die Narren zusammen mit der Rathausmannschaft dann schnell in die warmen Räumlichkeiten des Bürgerhauses, wo sich alle Besucher mit kleinen Speisen und Getränken für den weiteren Verlauf des Tages stärken konnten. Die Musiken aus den Zünften sorgten dabei für die richtige musikalische Untermalung.

In diesem Jahr scheint es den Narren das Wetter nicht gerade leicht machen zu wollen. War schon der Höri-Umzug am Sonntag von Regenschauern betroffen, zeigte sich auch gestern keine Besserung. Im Gegenteil – bereits am Morgen setzte der Regen ein und sorgte so für erschwerte Bedingungen für den wichtigsten Tag der närrischen Phase. Bis Mittwoch aber sorgen die Zünfte für tolle Stimmung und beste Laune.