Wenige Tage vor dem Schmutzigen Dunschtig steigt in Weiler auf der Vorderen Höri eines der närrischen Großereignisse. Am Sonntag, 19. Februar, findet ab 14 Uhr der 41. Höriumzug im Mooser Teilort Weiler statt. Die dort beheimatete Narrenzunft der Büllebläri lädt dazu alle anderen neun Narrenzünfte der Höri zu sich ein, um einen der schönsten Umzüge in der Region abzuhalten. Die Besucher können sich auf Straßenfasnacht in seiner ursprünglichen Form freuen.

Die Zünfte werden beim Höriumzug alle ein bis zum Sonntag geheim gehaltenes Thema umsetzen. Jede Zunft trägt dabei also nicht das sonst übliche Narrenhäs, sondern setzt ein Thema um, dass in der Regel Ereignisse und Vorkommnisse aus dem zurückliegenden Jahr aufgreift. Vertreten sind daher oftmals politische Ereignisse aber auch einfach schöne Kostümierungen, die so sonst nirgends zu finden sind. Bei gutem Wetter werden in Weiler mehrere tausend Besucher erwartet.

Das Geschehen rund um den Höriumzug konzentriert sich vor allem auf der Hauptstraße. Diese wird während des Ereignisses für den Verkehr gesperrt, damit die Narren das Ereignis in vollen Zügen genießen können. Um die Freude und den Genuss der Besucher etwas zu verlängern, laufen die aktiven Teilnehmer des Festumzuges den Rundkurs in Weiler gleich zweimal. Die Zünfte starten auf der Hauptstraße in Richtung Iznang etwa auf Höhe der Bettnanger Straße und In der Burg. Weiter führt der Weg der aktiven Narren über die Bankholzer Straße und die Gartenstraße zurück auf die Straße In der Burg sowie die Hauptstraße. Entlang der Hauptstraße stehen die Veranstaltungszelte und Beizen, in denen sich die Besucher während und nach dem Höriumzug vergnügen können.

Damit reagieren die Büllebläri auf die Erfahrungen von vor zehn Jahren, wie Zunftpräsidentin Brigitte Wiedemann sagt: "Es hat sich gezeigt, dass sich das Treiben vor allem auf das Dorfzentrum konzentriert."

Das närrische Treiben in Weiler beginnt bereits am Freitag, um 19.30 Uhr mit einem Nachtumzug, für den sich 13 Gruppen angesagt haben. Mit Fackeln und bester Laune werden auf demselben Kurs unterwegs sein, den der Umzug am Sonntag nimmt, und die Besucher in Stimmung versetzen. Am Samstag, 18. Februar, stellen die Holzer um 13.30 Uhr den Narrenbaum. Anschließend treten die Höri-Zünfte zu einer Holzerolympiade an, die jedes Jahr für jede Menge Unterhaltung der Besucher sorgt. Am Sonntag geht es um 9 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Kirche St. Leonhard Weiler los. Am Anschluss daran gibt es für die geladenen Zunftvertreter den Zunftmeisterempfang im Pfarrhaus, wo die Gäste erfahrungsgemäß das Beste von den Bunten Abenden der Hörizünfte zeigen. Während die verschiedenen Mottos der Zünfte für den Höriumzug noch weitestgehend unbekannt sind, steht die Reihenfolge ihres Auftretens am Sonntag bereits fest. Die Hägelisaier aus Gaienhofen machen den Anfang. Es folgen die Mondfänger vom Untersee aus Wangen, die Mooser Rettiche, die Piraten vom Untersee aus Öhningen, die Käfertaler aus Hemmenhofen, die Holzbirregüggel aus Schienen, die Bützigräbler aus Iznang und die Heufresser aus Horn. Den Abschluss bilden die Bankholzer Joppen.

Der Zeitplan

Die Hauptstraße in Weiler ist von Freitag, 18 Uhr, bis Samstag, 7 Uhr, sowie am Samstag von 11.30 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 22 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Tag des Höriumzuges stehen Parkplätze an allen Ortseingängen zur Verfügung. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sorgen für Ordnung und weisen die Besucher ein. Ein Pendelbus für die Besucher von der Höri ist ebenfalls eingerichtet. Er fährt am Sonntag um 18, 19 und 20 Uhr ab der Bushaltestelle in beide Richtungen. (ja)