Wie auch in anderen Gebieten Deutschlands leiden die Waldgebiete auf der Mooser Gemarkung unter der anhaltenden Trockenheit. Nach zwei niederschlagsarmen und warmen Jahren ist der Wald in Deutschland „angezählt wie ein Boxer“, erläuterte Bernhard Beinhofer, stellvertretender Kreisforstleiter beim Landratsamt Konstanz, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Da hat es zwei Mal eins auf die Zwölf gegeben“, sagte er.

Selbst tief wurzelnde Baumarten haben mittlerweile Probleme ausreichend Wasser zu ziehen. Die so geschwächten Bäume werden dann schnell zu Opfern von Schädlingen oder Krankheiten, erklärte er. Aus diesem Grund führen die Förster derzeit einen nahezu aussichtslosen Kampf gegen Schädlinge wie den Borkenkäfer. Dieser befällt vornehmlich Nadelbäume wie die Fichte, die besonders unter der anhaltenden Trockenheit leiden.

Dabei hat des die Region noch nicht einmal besonders hart getroffen – zumindest im bundesweiten Vergleich. Oberhalb der Donaulinie sieht es weitaus schlimmer aus, als am Schienerberg. Eine Karte, die den deutschlandweiten Zustand des Waldes zeigte, offenbarte die Dramatik.

„Ein regenreicher Winter und Frühling würde jedoch für etwas Entspannung sorgen“, so Bernhard Beinhofer. Für die Forstgebiete von Moos bedeuten die Zeichen des Klimawandels, wie Revierförster Andreas Ehrminger erläuterte, vor allem die Notwendigkeit einer Umstrukturierung: „Wir müssen unseren Wald breit aufstellen“, sagte er. Übersetzt heißt das, dass künftig noch mehr auf eine Durchmischung der Baumarten geachtet werden soll. „Es macht keinen Sinn auf einzelne Baumarten zu wechseln, wie das mancherorts geschieht“, sagte Ehrminger.

Mit dem zunehmenden Schadholz sinken zudem die Einnahmen, die der Forst für das Holz erzielen kann. Der Preisrückgang sei bereits jetzt dramatisch, weil gleichzeitig an vielen Stellen das Holz aus der Not heraus geschlagen werden müsse. Er beträgt 30 bis 50 Prozent. Dennoch gehen die Förster in diesem Jahr noch von einem ausgeglichenem Bewirtschaftungsplan aus.